Angst vor der Seilbahn-Fahrt Musiker sagen Konzert in Mürren ab

Mit geschwellter Brust und erhobenen Hauptes präsentiert sich das bulgarische Trio Sacralissimo. Doch vor der Schilthornbahn kapitulieren die Musiker.

Ungarische Musiker sagen Auftritt aus Angst vor Schilthornbahn ab play
Für gewisse Bulgaren zu gefährlich: Bergdorf Mürren am Schilthorn.

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In Mürren im Berner Oberland war am Samstagabend ein Konzert des bulgarischen Trios Sacralissimo angesagt. Doch wer sich zum geplanten Veranstaltungsort in der reformierten Kirche begab, fand an der Eingangstür nur einen Zettel vor: «Konzert abgesagt» – Gründe wurden keine genannt.

Ungarische Musiker sagen Auftritt aus Angst vor Schilthornbahn ab play
Ängstliches Trio: Bariton und Sacralissimo-Manager Dilian Kushev (Mitte), Tenor Jurii Nikolov (rechts) und Pianist Manol Paskalev.  
«Für uns absolut unmöglich»

Wie die «Jungfrau Zeitung» gestern berichtete, hatten es zwei der drei Musiker mit der Angst zu tun bekommen, als sie in Stechelberg feststellten, dass sie mit der Seilbahn nach Mürren gelangen sollten. Sänger und Organisator Dilian Kushev: «Dafür ist mir mein Leben zu teuer. Ich hatte Angst.» Auch Pianist Manol Paskalev habe sich geweigert, in die Schilthornbahn zu steigen. «Vielleicht ist das für Schweizer und Touristen normal, aber für uns war es absolut unmöglich», sagt Kushev.

Dem Opernsänger steckt noch der Schreck über einen Zeitungsbericht vom September in den Knochen. Damals mussten wegen einer Panne am Mont-Blanc-Massiv 33 Touristen über Nacht in einer Seilbahn ausharren.

Kushev nennt aber auch andere Gründe für die Absage. Er habe zu spät realisiert, dass er mit dem Konzert ein Minusgeschäft einfahren würde. Ausserdem sei der Transport in die Kirche von Mürren auch für das Klavier und das restliche Equipment unzumutbar gewesen.

Der Musiker sieht ein, dass er dies alles zu spät bemerkte. «Das war mein Fehler», sagt er. Doch er würde sich auf der Homepage von Mürren einen deutlichen Hinweis wünschen, dass die Anreise nur durch die Luft möglich ist, wie er erklärt. (noo)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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7 Kommentare
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    05.10.2016
    Nun sie waren jetzt in den CH Medien, das reicht! Diesen Herren in der Schweiz keine Auftritte mehr anbieten, sollen die doch in Steppen, oder anderen flachen Länder wie, Hollande singen.
  • Jürg  Fehr aus Aarau
    04.10.2016
    Die Herren aus dem fernen Bulgarien sind offenbar doch noch nicht ganz in der westlichen Zivilgesellschaft mit ihren Sitten und Gebräuchen angekommen. Hierzulande läuft es nämlich so, dass man sich grundsätzlich an unterschriebene Verträge hält. Und das mit der Seilbahn wird Ihnen wohl ein hiesiger windiger Agent oder Anwalt untergejubelt haben. Es ist zu hoffen, dass die Herren den Schaden voll decken müssen.
    • Thomas  Maeder 04.10.2016
      Das Gratiskonzert von drei vollkommen unbekannten Musikern aus Bulgarien ist ausgefallen. Der Schaden wird sich in Grenzen halten. Abgesehen davon wundere ich mich, wie die drei offensichtlich nicht lebenstüchtigen jungen Männer den Weg bis in die Schweiz geschafft haben.
  • Remo  Albrecht aus Höri
    04.10.2016
    Mhhh wird da die Angst vor dem scheinbarem finanziellen Kollaps vorgeschoben?
    Schon lustig, auf der Bühne den Heldentenor geben, todesmutig gegen Drachen kämpfen oder Geishas bezirzen. Aber hier in eine Seilbahn einsteigen geht nicht? Schwache Leistung dieser Memmen! Hoffe das Geld wurde den Leuten zurück bezahlt.
    Herr Bern zeigt doch mit seiner Geographiekenntnis, dass es möglich ist ohne Seilbahn anzukommen. Also was soll dieser Aufschrei dieser Buffos?
    • Silvio  Valentino aus Winterthur
      05.10.2016
      1. Tolle Geographiekenntnisse, Herr Bern hat nicht mitbekommen, dass das schon seit Jahren nicht mehr möglich ist.
      2. Welches Geld? Das war ein Gratiskonzert.
      3. Es heisst "Buffi", nicht "Buffos".
  • Renato  Bern aus Bern
    04.10.2016
    Nein,ist nicht ganz richtig, die Anreise ist auch mit der Bahn von Lauterbrunnen, via Grütschalp und Winteregg möglich und da bleibt man am Boden.
    • Willem  BOSBOOM 04.10.2016
      Die Grütschalpbahn ist schon seit 7 Jahren durch ein Seilbahn ersetzt. Besuchen Sie doch mal wieder das Berner Oberland, Sie waren bestimmt schon lange nicht mehr da. Apropoz wir noch viele neue Tolle Sachen zum entdecken.