Nachtlärm-Streit 24-Stunden-Tram gegen Ruhestörer

BERN - BE - Am runden Tisch zu Berns Ausgeh-Problem wird heute eine brisante Idee diskutiert.

  • Publiziert: 02.07.2012
  • Roger Baur
play Der Tanz zeigt Wirkung: Jetzt diskutiert Bern konkrete Lösungen (Keystone)

Z' letschte Tram fährt möglicherweise schon bald nicht mehr. Geht es nach dem Willen der Berner Jungfreisinnigen, soll Bern mobil schon bald rund um die Uhr auf Achse sein. «Das könnte das Lärmproblem massiv entlasten», sagt Vorstandsmitglied Thomas Berger. Denn heute setzen die Berner Clubs ihre Gäste um halb fünf vor die Türe, der letzte Moonliner-Bus fährt aber schon um 3.45 Uhr, das erste Trams um halb sechs. 

«Viele Partygänger verbringen so eine Stunde auf der Gasse und machen dort Lärm», sagt Berger. «Darum wollen wir diese Lücke im Angebot des öffentlichen Verkehrs schlies­sen.»

Nicht alle Linien in Betrieb

Die Jungfreisinnigen bringen ihre Idee am runden Tisch der Stadt Bern von heute Abend ein. An diesem Treffen diskutieren 24 Parteien, Gruppierungen, Verbände und Behörden mögliche Lösungen im Streit ums Berner Nacht­leben.  Wie das neue Angebot finanziert werden soll, ist noch unklar. «Man wird zuerst eruieren müssen, wie viel man dadurch andernorts einsparen kann. Denn schliesslich verursachen die Lärmprobleme auch Kosten», sagt Berger.

Noch ist unklar, welche Linien die Nachtschicht übernehmen. Berger: «Ein Betrieb am Wochenende auf den wichtigsten Strecken würde genügen.»

Kultur-Verbände wollen Jugendraum

Fünf Berner Organisationen aus dem Berner Nachtleben bringen heute abend noch einen anderen Vorschlag auf den Tisch. Blick.ch weiss: Das Nachtlärm-Problem wollen die fünf mit einem Jugendraum in der Innenstadt angehen. Denn heute bleibt vielen Jugendlichen unter 16 bis

18 Jahren der Zugang zu Clubs und Partys verwehrt. Als Folge davon verbringen sie den Ausgang auf der Strasse. Ein Jugendraum in der City für die jüngsten Ausgeher soll hier in die Bresche springen. Die Initianten (BeKult, Petzi, Buck, IKuR und Verein pro Nachtleben) hoffen, dass die Stadt noch vor den Wahlen ein Konzept erstellt.

Alle Kommentare (7)

  • Rudolf  Hochstrasser , via Facebook
    Meine frage. Wann Arbeiten denn diese Jungen?????
    • 03.07.2012
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  • Michel  GASSER
    Herr Meier : zwischen 2200 und 0600 Uhr herrscht Nachtruhe, was bedeutet, nicht die schlafende sollen Ohrenstöpsel einstecken, sondern die aktive Leute müssen so gut wie möglich auf Lärm verzichten. Und : an Wochenenden arbeiten viele Transport, Hilfdienst, usw, und die müssen schlafen...und auch den Wecker hören können !
    • 03.07.2012
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  • Andy  Kuert , Basel
    Und wer bitte denkt an den, der um diese Zeiten arbeiten muss...?
    • 02.07.2012
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  • Meier  Thomas , Rheinfelden
    Es kann sich jeder Ohrenstöpsel kaufen, solche wie im Flugzeug. Man schläft wunderbar dabei. Mit so einem Konzept würden endlich auch Partygänger zu Öko freaks. Das wäre einzigartig, nichtmal Singapore hat das.
    • 02.07.2012
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    • Pierre  Graf
      Braucht Singapore auch nicht. Ich weiss zwar nicht mehr bis wann dort Busse und Metro fahren, aber die Taxis sind so erschwinglich, dass es für Junge kein Problem ist nach Hause zu kommen. Man sollte vielleicht das Problem mit Hilfe der Taxis lösen. Junge Partygänger: Formt Gruppen und nehmt 4 zusammen ein Taxi für dasselbe Quartier.
      • 02.07.2012
      • als Kommentar auf Meier  Thomas , Rheinfelden
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  • Hans >Peter  Läuchli , Vellerat
    Ich bin fasziniert von dieser Jungen FdP. Nachdem die Mutterpartei schon allen Kredit verspielt hat und zu einem elenden Sektierergrüppchen mutiert ist, rettet nun die Jungpartei die Welt indem sie sich um die Party - und Vergnügungsprobleme ihrer Generation kümmert. Natürlich alles wohl noch gratis da man ja studiert und keine Steuern bezahlt. Die Jugend Asiens wird sich darüber freuen und die Schweiz verkommt zum Armenhaus.
    • 02.07.2012
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