BERN - BE - Am runden Tisch zu Berns Ausgeh-Problem wird heute eine brisante Idee diskutiert.
play
Der Tanz zeigt Wirkung: Jetzt diskutiert Bern konkrete Lösungen (Keystone)
Z' letschte Tram fährt möglicherweise schon bald nicht mehr. Geht es nach dem Willen der Berner Jungfreisinnigen, soll Bern mobil schon bald rund um die Uhr auf Achse sein. «Das könnte das Lärmproblem massiv entlasten», sagt Vorstandsmitglied Thomas Berger. Denn heute setzen die Berner Clubs ihre Gäste um halb fünf vor die Türe, der letzte Moonliner-Bus fährt aber schon um 3.45 Uhr, das erste Trams um halb sechs.
«Viele Partygänger verbringen so eine Stunde auf der Gasse und machen dort Lärm», sagt Berger. «Darum wollen wir diese Lücke im Angebot des öffentlichen Verkehrs schliessen.»
Nicht alle Linien in Betrieb
Die Jungfreisinnigen bringen ihre Idee am runden Tisch der Stadt Bern von heute Abend ein. An diesem Treffen diskutieren 24 Parteien, Gruppierungen, Verbände und Behörden mögliche Lösungen im Streit ums Berner Nachtleben. Wie das neue Angebot finanziert werden soll, ist noch unklar. «Man wird zuerst eruieren müssen, wie viel man dadurch andernorts einsparen kann. Denn schliesslich verursachen die Lärmprobleme auch Kosten», sagt Berger.
Noch ist unklar, welche Linien die Nachtschicht übernehmen. Berger: «Ein Betrieb am Wochenende auf den wichtigsten Strecken würde genügen.»
Kultur-Verbände wollen Jugendraum
Fünf Berner Organisationen aus dem Berner Nachtleben bringen heute abend noch einen anderen Vorschlag auf den Tisch. Blick.ch weiss: Das Nachtlärm-Problem wollen die fünf mit einem Jugendraum in der Innenstadt angehen. Denn heute bleibt vielen Jugendlichen unter 16 bis
18 Jahren der Zugang zu Clubs und Partys verwehrt. Als Folge davon verbringen sie den Ausgang auf der Strasse. Ein Jugendraum in der City für die jüngsten Ausgeher soll hier in die Bresche springen. Die Initianten (BeKult, Petzi, Buck, IKuR und Verein pro Nachtleben) hoffen, dass die Stadt noch vor den Wahlen ein Konzept erstellt.
Alle Kommentare (7)