Die Stadt Bern will ein ehemaliges Puff kaufen. Daran haben die Nachbarn gar keine Freude. Sie befürchten, dass das für sie teuer werden könnte.
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Ungewisser Blick in die Zukunft: Folgt auf das Puff ein Buff? (KEYSTONE/Fabian Biasio)
Der Lagerweg 12 in Bern bleibt eine umkämpfte Adresse. Hier steht derzeit eines der grössten Bordelle von Bern. Doch das muss auf Weisung des Bundesgerichts schliessen, das Haus wird verkauft. Einer der Kaufinteressenten soll die Stadt Bern selbst sein.
Laut einem «BZ»-Bericht steht ein Preis von drei Millionen Franken im Raum. Und genau diese Zahl machte Luzius Theiler (Grüne/DA) stutzig. «Das ist viel zu viel für ein so sanierungsbedürftiges Objekt.» Er befürchtet darum, dass die Stadt das Objekt sogleich weiterverkauft und dann auf diesem Grundstück Luxus-Wohnungen entstehen. Dass vielleicht sogar das Haus zusammen mit dem angebautem Nachbarhaus zugunsten einer Luxus-Siedlung abgerissen wird.
Dank dem Puff bliebs billig
«Das hätte für die Lorraine eine fatale Aufwertung zur Folge. Die Mieten in der Nachbarschaft kämen unter Druck.», sagt Theiler. Er befürchte einen Effekt wie in der Länggasse, wo Teile des Quartiers sich zu einem Nobelviertel gewandelt haben.
Theiler hat darum gestern einen Vorstoss im Stadtrat eingereicht, der für dringlich erklärt wurde. Nun wird die Stadt also offiziell Auskunft darüber geben müssen, was sie mit dem Lagerweg wirklich vor hat.
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