Heisse Pläne Bern kauft ein Bordell

Die Stadt Bern will ein ehemaliges Puff kaufen. Daran haben die Nachbarn gar keine Freude. Sie befürchten, dass das für sie teuer werden könnte.

  • Publiziert: 10.34 Uhr
  • Roger Baur
play Ungewisser Blick in die Zukunft: Folgt auf das Puff ein Buff? (KEYSTONE/Fabian Biasio)

Der Lagerweg 12 in Bern bleibt eine umkämpfte Adresse. Hier steht derzeit eines der grössten Bordelle von Bern. Doch das muss auf Weisung des Bundesgerichts schliessen, das Haus wird verkauft. Einer der Kaufinteressenten soll die Stadt Bern selbst sein.

Laut einem «BZ»-Bericht steht ein Preis von drei Millionen Franken im Raum. Und genau diese Zahl machte ­Luzius Theiler (Grüne/DA) stutzig. «Das ist viel zu viel für ein so sanierungsbedürftiges Objekt.» Er befürchtet darum, dass die Stadt das Objekt sogleich weiterverkauft und dann auf diesem Grundstück ­Luxus-Wohnungen entstehen. Dass vielleicht sogar das Haus zusammen mit dem angebautem Nachbarhaus zugunsten einer Luxus-Siedlung abgerissen wird.

Dank dem Puff bliebs billig

«Das hätte für die Lorraine eine fatale Aufwertung zur Folge. Die Mieten in der Nachbarschaft kämen unter Druck.», sagt Theiler. Er befürchte einen Effekt wie in der Länggasse, wo Teile des Quartiers sich zu einem Nobelviertel gewandelt ­haben.

Theiler hat darum gestern einen Vorstoss im Stadtrat eingereicht, der für dringlich erklärt wurde. Nun wird die Stadt also offiziell Auskunft darüber geben müssen, was sie mit dem Lagerweg wirklich vor hat. 

Beliebteste Kommentare

  • Pascal  Meister , via Facebook
    Vielleicht ist das Bauland mehr wert als die 3 Millionen...? Ist doch das Normalste der Welt, eine heruntergekommene Liegenschaft durch einen Neubau zu ersetzen - solange das Haus nicht unter Denkmalschutz steht.
  • Köbi  Karrer
    Wofür braucht Bern den einen Puff? Für seine Parlamentarier? Oder als zukünftige Arbeitstädte für abgewählte Parlamentarierinnen?
    • 24.09.2012
    • 12
    • 5

Alle Kommentare (4)

  • Köbi  Karrer
    Wofür braucht Bern den einen Puff? Für seine Parlamentarier? Oder als zukünftige Arbeitstädte für abgewählte Parlamentarierinnen?
    • 24.09.2012
    • 12
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  • René  Widmer , Ersigen
    Zu mehr als ein Puff kaufen ist die Berner Regierung auch vollkommen unfähig! Und dafür mit bis 200000 CHF nach der heutigen Abstimmung immer noch um Welten überbezahlt!
    • 24.09.2012
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  • Wolfram  Baur , Winterthur
    Jetzt betätigen sich die Berner Rot-Grünen bereits als angehende Puffmütter. Muss ein lukratives Business sein, die Einnahmen aus der modernen Zuhälterei. Oder wie will man das anders nennen? Um Geld in die verschuldetetn Stadtkassen zu spülen, ist wohl jedes Mittel recht. Auf die Klagen der Anwohner wird nicht geachtet. Nur weiter so. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
    • 23.09.2012
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  • Pascal  Meister , via Facebook
    Vielleicht ist das Bauland mehr wert als die 3 Millionen...? Ist doch das Normalste der Welt, eine heruntergekommene Liegenschaft durch einen Neubau zu ersetzen - solange das Haus nicht unter Denkmalschutz steht.

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