Belästigung ist schockierender Alltag – auch in der Schweiz «Auch wir wurden begrapscht»

In der Silvesternacht kam es in Köln, Hamburg und Stuttgart zu Straftaten einer völlig neuen Dimension. Jetzt melden sich Frauen aus der Schweiz zu Wort, die Ähnliches durchmachen mussten.

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Sie spürt eine Hand, einen Kniff in den Po. Der Typ sagt: «Geiler Arsch, da muss man einfach zupacken!» Grapsch-Attacken dieser und ähnlicher Art kennen die meisten Schweizerinnen. Vor allem in überfüllten Discos oder in öffentlichen Verkehrsmitteln sind Grapscher gern aktiv. «Als ich jünger war, wurde ich von Männern im Zug betatscht», sagt Cecile S.* (30) aus Zofingen AG. «Damals war ich leichte Beute, weil ich wohl weniger Selbstbewusstsein ausstrahlte.»

Auch Doris G.* (56) aus Brittnau AG wurde schon belästigt. «Ich wechselte mal ein paar Worte mit einem Mann beim Kaffee-Automaten, ab dann verfolgte er mich», sagt die Hausfrau. Er versuchte, ihr Angst einzujagen: «Er sagte, jetzt wisse er auch noch, wer meine Tochter sei.» In einem Blumenladen fasste er ihr sogar an die Brust. Sie habe geschrien: «Du Sauhund, hau ab!»

Auch Coiffeuse Fabienny F.* (29) hatte mit einem Stalker zu kämpfen. «Er kam in den Coiffeursalon und versuchte, mich festzuhalten. Er sagte, ich solle mich nicht so haben und fasste mir an die Brüste.»

Männer greifen nicht nur ungefragt zu, sie gaffen auch. Doris G.: «Es gibt welche, die bei der Migros vor der Damenumkleidekabine herumlungern und spannen.»

* Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
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Opfer des Sex-Mobs erzählt «Sie haben uns überall angefasst»

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69 Kommentare
  • Rene  Grunder aus Bern
    07.01.2016
    Vielleicht hat der Mann nur gelangweilt auf seine Frau gewartet, es gibt Frauen, die sehen in jedem Mann einen Perversen. Nach dem Motto: eine nackte Frau ist Kunst, ein nackter Mann ein Kinderschänder. Das geschehene in Köln ist abartig, solche Männer dürfen nicht frei herum laufen, aber finde es auch daneben, dass sich jede bestätigt fühlt wenn ein Mann zu nahe an ihrer Umkleidekabine vorbeiging!
  • Christian  Storzz aus HORNBERG
    07.01.2016
    Wir verlieren die Ordung - Kontrolle und Sicherheit . Der Rechtsstaat ist handlungsunfähig , die Folge wird ein Bürgerkrieg sein . Wir werden uns persönlich schützen müssen auch mit nicht Erlaubtem um vorbereitet zu sein . Wir brauchen diese Kulturen hier nicht . Sie sind nicht kompatibel mit unserem westlichen Leben . Nach Köln wäre die richtige Reaktion : Einfach wahllos 1000 sofort mit Bundeswehr Transport Flugzeugen absetzten in der Sahara .
    Ausuferungen müssen radikal bestraft werden !!!!
  • Daniela  Bauschmann 07.01.2016
    Warum werde ich nicht Belästigt. Bin ich wirklich so Unansehnlich oder wissen sie was sie einen Tritt in die Eier kriegen. !!!
  • Richard  Meier aus Bern
    07.01.2016
    Wieder mal so ein Januarloch-Thema. Das Problem des Begrapschens und der Gafferei ist doch uralt und hat wahrscheinlich weder zu- noch abgenommen. Als ich noch ein junger Mann war und mit Kollegen nach Feierabend in meiner Stammbeiz hockte, war es gang und gäbe, dass die Serviertochter von Glüstelern mal ein vermeintlich gutgemeintes Tättschli an die Gesässbacken bekam. Solches unziemliches Verhalten hat heute zum Glück eher abgenommen. Die Frauen sind heutzutage auch viel selbstbewusster.
  • Mark  König 07.01.2016
    Bin als Mann auch schon 5-6 mal am Hintern angegrabscht worden von Frauen, hab es selber aber nie gemacht.
    Das gibt es in beide Richtungen, nur Männer dürfen sich nicht beklagen über sowas...Opferabo der Frauen
    Interessant ist, dass natürlich Männer pauschal immer verurteilt werden dürfen, dann ist es keine Diskriminierung oder Sexismus, ist es aber eine Gruppe Migranten bzw mit Migrationshintergrund, darf man natürlich nicht alle in einen Topf werfen.