Nach Post-Eclat Bei SBB-Bossen ist die Hölle los

  • Publiziert: 22.12.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Nicht nur bei der Post rumort es im obersten Führungsgremium. Bei den SBB steht der Chef Andreas Meyer wegen seines Führungsstils in der Kritik.

Die Vorwürfe gegen SBB-Chef Andreas Meyer wiegen schwer. Er habe einen Bericht an den Verwaltungsrat zurückgehalten, in dem sein Führungsstil kritisiert werde, schreibt die «Berner Zeitung».

Der sogenannte Risikobericht wird jährlich vom SBB-Generalsekretär verfasst und gibt den Kader-Mitarbeitern der SBB die Gelegenheit, anonym auf Probleme im Unternehmen hinzuweisen.

Generalsekretär abgesägt

Da SBB-Generalsekretär Kurt Signer nicht einverstanden war mit dem Vorgehen von Meyer, kam es zum Eklat: Signer hat Mitte Dezember das Unternehmen verlassen.

Den Risikobericht habe der SBB-Verwaltungsrat bis heute nicht erhalten. Und die Stimmung in der SBB-Geschäftsleitung sei auf einem Tiefpunkt, das Kader demotiviert, schreibt die «Berner Zeitung».

In einer Stellungnahme der SBB, wurden diese Behauptungen zurückgewiesen.

Meyer sorgt für Unruhe

Klar ist: Seit dem Amtsantritt von SBB-Chef Andreas Meyer im Jahr 2007 findet ein ständiger Wechsel auf den Positionen in der Geschäftsleitung der SBB statt.

Aktuell sind drei Funktionen mit «Übergangslösungen» besetzt, also ad interim. Und ein weiterer Wechsel steht kurz bevor. Allerdings altershalber: Der bisherige Kommunikationschef der SBB, Teil der erweiterten Geschäftsleitung, wird durch den bisherigen Swisscom-Kommunikationschef Stefan Nünlist abgelöst. (pft)

play Steht in der Kritik seiner Geschäftsleitungskollegen: SBB-Chef Andreas Meyer. (Peter Gerber)