Behörden schlagen Alarm Vogelgrippe an Schweizer Grenze

BREGENZ (A) - In der Bodensee-Region hat die Vogelgrippe auf Hausgeflügel übergegriffen. Die Schweiz, Österreich und Deutschland haben Massnahmen angekündigt.

Vogelgrippe Bodensee: Behörden schlagen Alarm: Seuche breitet sich aus play
Seit dem Auftreten der Vogelgrippe am Bodensee sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu 80 tote Vögel gefunden worden (Archivbild). KEYSTONE

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Die Vogelgrippe breitet sich aus. In einem Geflügelbetrieb im österreichischen Vorarlberg sind die ersten Tiere erkrankt. Damit hat die Krankheit, die in der Bodensee-Region bisher nur Wildvögel befallen hatte, jetzt auch auf Hausgeflügel übergegriffen.

Die Behörden sind alarmiert. Die Schweiz, Österreich und Deutschland wollen Vorsichtsmassnahmen rund um den Bodensee koordinieren. In der Nacht auf Freitag treten die ersten Massnahmen in Kraft, wie die österreichische Nachrichtenagentur apa meldet.

«Engmaschiges Monitoring»

Wie das zuständige Ministerium von Baden-Württemberg D mitteilt, wird ein Uferstreifen von einem Kilometer Breite definiert. In dieser Zone gilt Stallpflicht, das heisst, Geflügel muss in den Ställen bleiben.

Gleichzeitig betreibe man am Bodensee und am Rhein ein engmaschiges Monitoring, heisst es in der Mitteilung. Einbezogen seien Behörden, Geflügelwirtschaft, Landwirte, Fischer und Jäger, die besonders ihrer Ortskenntnisse wegen hilfreich seien.

Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat sich bisher nicht zu den Massnahmen geässert.

Schon tote 80 Wildvögel

An der Vogelgrippe des Typs H5N8 sind in den vergangenen Tagen am Bodensee bereits rund 80 Wildvögel verendet, hauptsächlich Reiherenten. Verschleppt wird die hochansteckende Krankheit von Zugvögeln, die auf der Reise in ihre Winterquartiere Zwischenhalte einlegen. Für Menschen soll das Virus aber nicht gefährlich sein.

Auch aus Südungarn meldet die deutsche Nachrichtenagentur dpa Erkrankungen in einer Geflügelfarm. Die Behörden haben die Tötung der infizierten Tiere angeordnet. Schon in der Vorwoche war die Vogelgrippe in einer Truthahn-Farm in Südungarn ausgebrochen. 9000 Tiere mussten getötet werden. (SDA)

Publiziert am 10.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
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