Baugewerbe Kleinere Protestaktionen im Ausbaugewerbe in der Romandie

BERN - BE - Rund 500 Handwerker des Ausbaugewerbes haben am Freitag in Westschweizer Kantonen protestiert. Unter anderem folgten Maler und Gipser dem Aufruf der Gewerkschaften Unia und Syna und brachten ihren Unmut über die Aufhebung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) zum Ausdruck.

Rund 500 Maler und Gipser und weitere Beschäftigte des Ausbaugewerbes aus der Westschweiz folgten am Freitag einem Aufruf der Gewerkschaften und protestierten gegen die Aufhebung ihres Gesamtarbeitsvertrages. play
Rund 500 Maler und Gipser und weitere Beschäftigte des Ausbaugewerbes aus der Westschweiz folgten am Freitag einem Aufruf der Gewerkschaften und protestierten gegen die Aufhebung ihres Gesamtarbeitsvertrages. KEYSTONE/LEO DUPERREX

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Frau (19) von hinten angegriffen In der Bahnhofs-Unterführung zu Boden...
2 Zürcher Versicherungs-Chef macht «Plauschfahrt» Mit 174,7 km/h auf der...
3 Grosse Suche auf Facebook Wo ist meine Mutter?

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Die Arbeiter machten laut den Gewerkschaften verlängerte Mittagspausen und unterbrachen bis am späten Nachmittag ihre Arbeit. Von den Protestaktionen sind hauptsächlich die Orte Renens VD und Bulle FR, Sitten, Neuenburg und Delsberg betroffen.

Die Arbeitnehmervertreter fordern, dass die Arbeitgeber die Kündigung des GAV zurücknehmen und gleichzeitig ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückkehren sollen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Streit um die Ausgestaltung eines GAV. Die Gewerkschaftsseite lehnt das Vertragswerk in seiner bestehenden Form grundsätzlich ab. Im Oktober kamen Meinungsverschiedenheiten bezüglich Lohnerhöhungen hinzu.

Laut Angaben der Arbeitgeberseite lassen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie das rückläufige Auftragsvolumen aber keine Gehaltssteigerungen zu. Um ein Vakuum zu vermeiden, sei die Verlängerung des Abkommens für die Romandie um ein Jahr in Aussicht gestellt worden. Dies lehnten die Gewerkschaftsvertreter aber ab.

Daher könnten nun als Folge des Streits durchaus ab Januar rund 25'000 Arbeiter in einen GAV-losen Zustand geraten. Die rund 500 Demonstranten in den Westschweizer Kantonen wollten daher mit Protestpausen ihren Groll über diesen Zustand kundtun. (SDA)

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden