TENNIKEN - BL - In Tenniken steht eine stinkende Abfallsammelstelle mitten im Wohngebiet. Die Anwohner können vor lauter Fliegen nicht mehr die Fenster öffnen.
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Hier wird der Abfall des ganzen Dorfes gesammelt. Geleert wird alle 3 bis 4 Wochen.
(zvg)Ein penetrantes Summen stört die Idylle von Tenniken im Diegtertal. Seit die Gemeindeverwaltung vor gut einem Jahr mitten in einem Wohnquartier eine Abfallsammelstelle einrichtete, sind im 900-Seelen-Dorf der Teufel und die Fliegen los.
«Der Container für die Abfallsäcke ist nicht dicht», berichtet Christa Siegrist, die gleich gegenüber wohnt. «Unten läuft die unappetitliche Sauce raus. Der Gestank lockt Maden und unzählige Fliegen an.» Geleert werde der Container nur alle drei bis vier Wochen.
Obwohl hier der Müll des ganzen Dorfes gesammelt wird. Siegrists Balkon ist daher No-go-Zone. Und in der geplagten Nachbarschaft habe man sich mittlerweile daran gewöhnt, die Fenster stets geschlossen zu halten.
Doch die Schmeissfliegen dringen trotzdem in die Wohnungen ein. «Beim Zmittag ist jeweils einer mit dem Tätschen beschäftigt, während der andere isst.» Unter dem ständigen Summen leidet auch die Nachtruhe.
Beim TÜZ, dem tierärztlichen Überweisungszentrum, das hier Tiere aus der ganzen Schweiz behandelt, dringen die Fliegen bis in den Operationssaal vor. «Es muss endlich etwas geschehen», sagt Christa Siegrist.
Viele leben hier in Eigentumswohnungen, vor den Fliegen wegzuziehen, ist keine Option. «Briefe oder Telefonate werden von der Gemeinde abgeblockt.» Die Sammelstelle sei in einer zweijährigen Versuchsphase, heisse es da.
«Aber wir halten das nicht noch ein weiteres Jahr aus.» Auf Kantonsebene sage man ihr, das sei eine Sache der Gemeinde. «Gäbe es hier ein Restaurant», sagt Siegrist, «wäre das Problem gelöst, dann hätte sich längst das Lebensmittelinspektorat eingeschaltet».
Die zuständige Gemeinderätin war auch für Blick.ch leider nicht erreichbar.
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