Zu wenig Grenzwächter: Rentner in Basel sollen zurück in ihre Uniformen

BASEL - An den Landesgrenzen in Basel herrscht Personalmangel: Weil die Ausbildung von neuen Grenzwächtern zu lange dauert, sollen nun Rentner wieder zurück in ihren Beruf.

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Schweizer Grenzwächter am Grenzübergang in Basel (Archiv) Keystone

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Die Schweizer Landesgrenzen müssen besser geschützt werden. Dieser Ansicht ist die ständerätliche Sicherheitskommission, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» schreibt. Der Sicherheitsdirektor von Basel Stadt, Baschi Dürr, fordert zusammen mit Isaac Reber, Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft, mindestens 100 weitere Stellen. Gerade wegen dem Kriminaltourismus müssen die Grenzen besser geschützt werden.

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Sebastian Frehner, Nationalrat der SVP des Kantons Basel-Stadt. KEYSTONE/Gaetan Bally

Rentner sollen zurück an Grenzen

SVP-Politiker Sebastian Frehner sieht bereits jetzt Handlungsbedarf, denn eine Ausbildung von neuen Grenzwächtern würde bis zu drei Jahren dauern. Deshalb will er bereits pensionierte Grenzwächter wieder einstellen. «Sie kennen die Abläufe bereits und müssen nicht mehr lange eingearbeitet werden», sagte Frehner der Zeitung. Das Geld dürfe bei einer Lösung für den Mangel zudem keine Rolle spielen, denn für Sicherheit zu sorgen, sei die Grundaufgabe der Schweiz.

Die Idee von Frehner findet über die Partei hinaus Anklang. SP-Nationalrat Beat Jans ist sich aber nicht sicher, wie viele sich auf einen Aufruf melden würden. Die Frühpensionierten seien zudem höchsten noch zwei bis drei Jahre einsetzbar, sagt Frehners Fraktionskollege Thomas de Courten, bezeichnete den Ideenansatz ansonsten aber als «intelligent».

Auch Bundesrat erkennt Problem

Der Bundesrat selbst hat ebenfalls Kenntnis von dem begrenzten Personal an den Schweizer Landesgrenzen. Er bewilligte vergangenen Sommer, für jährlich 6,2  Millionen Franken, das Grenzwachtkorps um 48 neue Stellen aufzustocken. Im Dezember darauf sprach Bundesrat Ueli Maurer gleich nochmals die Bewilligung für weitere 28 Stellen aus.

Handlungsbedarf sah vor gut einem Jahr auch Eveline Widmer-Schlumpf, welche im Ständerat sagte, dass es die Schweiz nicht mehr schaffen würde, die Sicherheit so zu gewährleisten, wie das heute verlangt werde. (lz)

Publiziert am 17.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016
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8 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 18.03.2016
    Wenn Rentner wieder arbeiten sollen, während andere arbeitslos sind, ist irgend etwas faul. Ich verstehe auch nicht, weshalb für solche Notsituationen nich das Militär eingesetzt wird. Wäre eine solche Art der Landesverteidigung nicht sinnvoller, wie unnütze Alibi-Übungen?
    • Marco  Weber 18.03.2016
      Weil die Ausbildung als Grenzwächter zu lange dauert? Denken Sie ein WK Soldat kann dass? Dann brauchen wir ja keine Grenzwächter mehr? Vieleicht sollten sich einfach diejenigen mal an der Nase nehmen welche bei der Grenzwache Geld sparen wollten?
  • andré  gubelmann aus belmonte
    18.03.2016
    Da kann ich als Auslandschweizer nur lachen wie unflexibel die Schweizer Regierung ist.Chiasso wird in ein Chaos versinken und der BR schläft weiter.
  • Urs  Furrer 17.03.2016
    Interessanter Artikel; habe mich vor einigen Monaten um eine Wiederanstellung bemüht. Leider haben 10 Jahre GWK und Auslandeinsätze nicht ausgereicht, war zu lange weg! Ausserdem reicht die Zeit zur Pensionierung nicht um genug in die PK ein zu bezahlen. Schade hätte gerne wieder fürs GWK 1 gearbeitet.
  • Pierre  Glöckli , via Facebook 17.03.2016
    Man weiss wohl schon was kommen wird. Die Flüchtlinge werden wegen der geschlossen Grenzen über Italien einfallen und wir können nur zusehen. Im Sommer wird das reinste Chaos herrschen, dass können auch ein paar Rentner nicht lösen!
  • Eron  Thiersen 17.03.2016
    Ein Witz, einerseits stellt man Rentner wieder an und andererseits stellt man die Bedingung, dass Bewerber höchstens 35 jahre alt sein dürfen! Hört den endlich auf als Stellenanbieter des Bundes Alterbeschränkungen aufzustellen. Der Bund muss endlich seine Vorbildfunktion übernehmen!
    • Bea  Regler 17.03.2016
      Das gleiche dachte ich auch als ich den Artikel gelesen habe. Jetzt sollen wieder die geschassten Alten ran. Ich hoffe es meldet sich keiner und die Rentner den Spieß umkehren. "Ihr könnt mich mal"
    • Willy  Gfeller 17.03.2016
      Nach ihrer Logik wären also auch 62jährige auszubilden, die dann mit 65 voll einsatzfähigwären. Bei Berufen, bei denen der Bund für eine kostspielige dreijährige Ausbildung aufkommt, ist es sehr wohl angezeigt, eine Altersbeschränkung aufzustellen. Für mich ist eher ihr Kommentar ein Witz.