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Kurz nach 23 Uhr heute Nacht geht bei der Polizei Basel ein Anruf ein. Ein Mann ist am Telefon: Er hätte seinen 11-jährigen Sohn getötet.
Sofort rückt eine Patrouille aus. In der Wohnung in der Thiersteinallee finden die Beamten den 42-jährigen Schweizer vor – blutend. «Der Mann hat sich mit einem Messer Verletzungen zugefügt», sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft des Kanton Basel, Markus Melzl, gegenüber Blick.ch. Es sei ein Suizidversuch gewesen. «Die Verletzungen waren aber nicht gravierend.» Trotzdem muss der Mann ins Spital gebracht werden.
Sein 11-jähriger Sohn liegt tot in der Wohnung
Dann machen die Beamten den grausamen Fund. In der Wohnung finden sie den 11-jährigen Sohn des Tatverdächtigen – tot. «Er wurde erstickt», sagt Melzl. Die genaue Todesursache will er nicht preisgeben. Man könne nur so viel sagen, «er wurde nicht erwürgt, sondern eindeutig erstickt».
Das Motiv und die Hintergründe der Tat sind bis jetzt nicht bekannt. Die Eltern leben getrennt, der Sohn wuchs bei dem Vater auf. «Wir gehen von einem familiären Tat-Hintergrund aus», sagt Melzl. Die Mutter, auch eine Schweizerin, wurde noch in der Nacht informiert.
Momentan wird der Mann verhört
Der 42-jährige Täter konnte im Laufe des Vormittags aus dem Krankenhaus entlassen werden. «Der Mann konnte ins Gefängnis Waaghof überstellt werden. Dort wird er zurzeit verhört. Ihm wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen», so Melzl.
Der 42-jährige Mann sei nicht vorbestraft und der Polizei bisher nicht aufgefallen. Alkohol sei bei der Tat nicht im Spiel gewesen.
Wegen des Tötungsdelikts wurde auch der Sozialdienst der Basler Polizei aufgeboten. Die Fachleute unterstützen die Schule des getöteten Knaben bei der Information dessen Kameraden über den Todesfall. (bih/s5j)