«Fussball-Spion» Überführt ein FCZ-Fan gesuchte FCZ-Randalierer?

  • Publiziert: 19.07.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Ronny Wittenwiler und Philipp Schrämmli

BASEL - Die Staatsanwaltschaft hat einen Informanten, der FCZ-Randalierer überführen soll.

Morgen trifft der FCB zum Saisonauftakt auf den Erzrivalen FCZ. Und schon hat diese Affiche hat auch neben dem Platz Brisanz: Noch sucht die Staatsanwaltschaft nach ein paar Dutzend Chaoten, die am 20. November im Gästesektor des St. Jakob Parks randalierten und hohen Sachschaden anrichteten. Deren Fotos würden im Juli im Internet aufgeschaltet, sagte Peter Gill von der Staatsanwaltschaft letzten Monat.

Das ist bis dato noch immer nicht geschehen. Eine Vermutung: Ist eine Veröffentlichung der Bilder kurz vor dem Spiel zu heikel? Gill: «Das hat damit rein gar nichts zu tun. Wir haben immer gesagt, dass wir die Fotos erst im Laufe des Monats und nicht unbedingt zu Beginn veröffentlichen.»

Die Staatsanwaltschaft lässt nichts unversucht, die Täter ohne Internet überführen zu können. Jetzt soll gar ein Szenekenner auspacken, der die Krawallbrüder kennen könnte. Er soll der Staatsanwaltschaft die Identität der Chaoten auf den Bildern verraten.

Handelt es sich beim Informanten um eine Person aus dem Fanlager des FC Zürich? Die Staatsanwaltschaft schweigt. Gill sagt aber: «Hätten wir ihn nicht, wären wir mit den Bildern bereits auf dem Netz».

Man wolle diese letzte Möglichkeit noch voll ausschöpfen. «So müssen wir vielleicht zwei, drei Personenbilder weniger im Internet publizieren.» Vorausgesetzt, der geheime Informant redet und deckt auf, wer am 20. November im Joggeli wütete.

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