Töchter von Muslim Aziz Osmanoglu müssen nach Strassburg-Urteil ins Schwimmen «Sie sollen sich anpassen und dankbar sein»

Der strenggläubige Basler Aziz Osmanoglu (41) hat vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verloren. Seine Töchter müssen den obligatorischen Schwimmunterricht besuchen. Die Basler sind über das Urteil hocherfreut.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mit verstecktem «Peace»-Schriftzug Schweizer Trompeten für Trump
2 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...
3 Von Belgien nach Basel Ein Prinz für die Schweiz

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
69 Kommentare
Fehler
Melden

Das Urteil des Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) fiel einstimmig: Der Schwimmunterricht verletzte die Religionsfreiheit gemäss Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht.

Europäischer Menschenrecht-Gerichtshof: Keine Extra-Wurst für Muslime play
Aziz Osmanoglu von der Muslimischen Gemeinde Basel. zvg

Demzufolge müssen die Töchter des strenggläubigen Baslers Aziz Osmanoglu (41) den obligatorischen Schwimmunterricht besuchen. Die Strassburger Richter setzten damit einen Schlussstrich unter einen jahrelangen Rechtsstreit – ganz zur Freude der Basler (siehe Video oben).

«Volksschule ist eine Klammer um die Bevölkerung»

Die Eltern hatten geltend, dass sie sich zu einem strengen muslimischen Glauben bekennen würden; dieser verbiete einen gemeinsamen Schwimmunterricht von Knaben und Mädchen.

Der EGMR gewichtete jedoch das Interesse an der Integration der beiden Kinder und damit am Besuch sämtlicher schulischer Fächer höher als die privaten Interessen der Eltern.

 

Zufrieden mit dem EGMR-Urteil zeigt sich nebst Bevölkerung auch der Kanton Basel-Stadt. Es bestätige die Haltung, die der Kanton sehr sorgfältig bei Kindern aller Religionszugehörigkeiten anwende, sagt der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Schliesslich bilde die Volksschule eine «Klammer um die gesamte Bevölkerung» (siehe Video).

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 12.01.2017
teilen
teilen
1 shares
69 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

69 Kommentare
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 11.01.2017
    Mit diesem Strassburg-Urteil nach so langer Zeit und dem Bericht eine weitere Bestätigung. Ich habe meine Entscheidung für die Abstimmung im Februar schon gefällt! Darum NEIN! Für Muslime keinen Schweizer- Pass. Bin ich jetzt ein Rassist?
  • Coni  Müller 11.01.2017
    Das Urteil wird wohl niemand umsetzen. Dennoch ist es ein gutes Zeichen, dass auch die Gerichte langsam wieder zur Venunft kommen und sich Gäste uns anzupassen haben und nicht umgekehrt. Noch vor 12 Monaten wäre so ein Urteil unmöglich gewesen.
  • Ruth  Ruchti 11.01.2017
    Eigentlich sollte es in der Zwischenzeit jedem gedaemmert haben:

    Anpassen oder nicht, diese Leute sollen zurueck in ihre Herkunftslaender. Die brauchen wir wirklich nicht und verursachen nur Probleme.
  •   Charles Bornand aus Zürich
    10.01.2017
    Ich möchte ja dann in einem Jahr wissen, wie oft die Töchter tatsächlich im Schwimmunterricht waren. Ich bin sicher, die finden Mittel und Wege auch dieses Urteil zu umgehen.
    • Pascal  Schlegl 11.01.2017
      Der Fall wurde so oft weitergezogen, dass die Mädchen vermutlich ihre Schulzeit inzwischen beendet haben.
  • Raphael  Stadler aus Eschenbach
    10.01.2017
    Ich frage mich was Aziz Osmanoglu in der Schweiz macht, wenn er sich nicht an unsere Rechte und Gepflogenheiten halten will!? Wäre ihm den nicht wohler in seiner Heimat!?