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Verängstigt kauern fünf winzige Hundewelpen in einem Transporter. Eingefercht in kleine Boxen, ohne Wasser und Licht müssen die kleinen Kleinen die 12-stündige Fahrt aus Ungarn in die Schweiz überstehen. Sie kommen aus Massenproduktionen und sind 6 bis 8 Wochen alt. Viel zu früh wurden sie von ihrer Mutter getrennt. Geimpft sind sie nicht.
Tierschützer stellen Hunde-Mafia eine Falle
Dem Schweizer Tierschutz (STS) ist ein Schlag gegen die Hunde-Mafia gelungen. Mitarbeiter stiessen im Internet auf ein Inserat: «Unsere Haveneser Racker suchen Ihre neue Familien. Wir empfehlen sie für alle wer einen guten Freund sucht», heisst es hier im holprigen Deutsch.
Der STS macht ein Treffen mit dem ungarischen Hundehändler aus: Er schlägt den Parkplatz vor dem Lidl im deutschen Waldshut, kurz hinter der Grenze vor. Als der Händler dort auftaucht wartet auf ihn kein Käufer, sondern die Polizei.
Fünf Welpen können sie befreien
Die Beamten konnten zwei kleine Beagle Welpen und drei Havaneser Welpen aus den Klauen des Händlers befreien. Für einige Welpen ist es allerdings schon zu spät. Leere Transportkanister weisen daraufhin, dass sie schon verschachert wurden.
Es seien fünf Hundewelpen konfisziert worden, bestätigte Paul Wissler, Mediensprecher der Polizeidirektion Waldshut-Tiengen heute. Die Amtstierärztin sei vor Ort gewesen und habe die Hunde sofort versorgt. Die Händler wurden angezeigt.
500 bis 800 Franken kosten die reinrassigen Welpen. Das ist ungefähr die Hälfte des marktüblichen Preises. Die Ermittlungen der Polizei gegen die grausamen Hundehändler laufen nun weiter. Der STS versucht die verängstigten Kleinen in die Schweiz zu überführen und zu betreuen.
«Stoppt die Hunde-Mafia»
Der Schweizer Tierschutz sammelt zurzeit Unterschriften für eine Petition «Stoppt die Hundemafia». Der STS verlangt ein gesetzliches Verbot für den Zwischenhandel von Hunden, damit diese grausamen Machenschaften auf Kosten der Tiere ein Ende haben. (s5j)