BASEL - BS - Ein «Marche des Sans-Papiers» erreicht morgen Basel. Birgt die unbewilligte Demo Konfliktpotenzial?
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Abmarsch am 2. Juni in Brüssel: Sans Papiers ziehen für mehr Rechte durch Europa.
(Franck Vibert)Über 200 Sans-Papiers wollen morgen um 11 Uhr beim Zoll Otterbach (D) bei Basel die Grenze überschreiten. Tags darauf wird zu einem unbewilligten «Stadtrundgang» aufgerufen.
Der Protestzug zieht seit Anfang Juni durch Europa. «Wir wissen davon und werden schauen, dass das geordnet abläuft», sagt Polizei-Sprecher Klaus Mannhart. Unklar ist, ob die Sans-Papiers überhaupt über die Grenze kommen. «Eine Bewilligung zur Ein- und Durchreise würde gegen geltendes schweizerisches Recht verstossen», heisst es beim Bundesamt für Migration auf Anfrage.
«Der Marsch ist gewaltlos», wird derweil ein Teilnehmer in einem Flyer zitiert, der heute grossflächig in Basel verteilt wurde (siehe Textkasten). «Wir suchen nicht die Konfrontation, sondern die Solidarität der Bevölkerung für die schwierige Situation der Sans-Papiers», sagt auch Anina Zahn von Bleiberecht Basel. Die politische Gruppierung ist an der Organisation der Demo beteiligt.
Was allerdings passieren würde, falls die Grenze zu bleibt, könne sie auch nicht sagen. Am Freitag soll auf dem NT um 10 Uhr ein Stadtrundgang mit den Sans-Papiers starten – unbewilligt. «Denn es geht darum, sich das Recht auf Bewegungsfreiheit, das gewissen Teilen der Bevölkerung versagt bleibt, zu nehmen und nicht, darum zu bitten», sagt Zahn. Bei der Route stünden Basler Grosskonzerne im Fokus, die mit dem Schicksal von Sans-Papiers verknüpft seien.
Laut Mannhart wird sich die Polizei im Hintergrund halten. «Sofern die Demo wie angekündigt friedlich abläuft.» (rrt)
Verwirrung heute Morgen am Basler Bahnhof SBB: In den Kästen von «20 Minuten» liegen massenweise Ausgaben mit dem Titel «31 Tage». Darin werden der «Marche des Sans-Papiers» und die beiden unbewilligten Demos von Donnerstag und Freitag behandelt. Man wolle «für die Würde und Rechte von Sans-Papiers» demonstrieren. «Es handelt sich hier um eine Verletzung der Marken- und Urheberrechte», sagt TA-Mediensprecher Christoph Zimmer. «Wir werden dagegen vorgehen und prüfen rechtliche Schritte.» Die Urheber der Fälschung sind jedoch unbekannt. Organisatoren der Demos begrüssen die Aktion, streiten jedoch ab, dahinter zu stecken. (rrt)
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