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Text im Inserat: Ab zu Aldi Deutschland!
(ZVG)Dieser Satz im Inserat der staatlichen Liegenschaftsabteilung «Immobilien Basel» sorgt für Kopfschütteln: «Im nahe liegenden Deutschland bietet sich mit einer nur wenige Gehminuten entfernten Aldi-Filiale eine ideale Einkaufsmöglichkeit an.»
Gerade mal drei Tage ist es her, als der Detailhändler Coop sein Konzernergebnis verkündete: Der Einkaufstourismus drücke das Ergebnis massiv, verkündeten die Verantwortlichen. Gerade in Basel weichen viele Kunden ins nahe gelegene Deutschland aus, um sich dort mit billigen Lebensmitteln einzudecken.
Wie kommt eine staatliche Stelle dazu, dies anzupreisen? Bei Pro Innerstadt, dem Verein der Basler Detaillisten, zeigt man sich erstaunt über die Empfehlung der «Immobilien Basel». Geschäftsführer Mathias F. Böhm sagt zu Blick.ch: «Das darf nicht passieren und ist nicht sehr empfehlenswert.» Es mache nachdenklich, wenn dies von einer staatlichen Organisation beworben werde.
Bei den «Immobilien Basel» gibt man sich darob zerknirscht: «Das war ein Fehler, den wir sofort behoben haben», sagt Sprecherin Barbara Neidhart zu Blick.ch. Zuvor hatte der Blog «Infamy» darüber berichtet. Man habe den Fehler jedoch selber bemerkt, sagt Neidhart.
Bei Coop Nordwestschweiz sieht man die ganze Sache gelassen. «Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler», sagt Sprecherin Noemi Wannenmacher. «Natürlich begrüssen wir das nicht, denn der Einkaufstourismus beschäftigt uns schon länger.» Mit dem Entfernen des besagten Satzes im Inserat sei die Sache aber erledigt.
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