Ärger über Aldi-Inserat Stadt Basel preist Einkaufstourismus an

Peinlicher Lapsus bei der staatlichen «Immobilien Basel»: Sie empfiehlt, in den Aldi in Deutschland einkaufen zu gehen.

  • Publiziert: 17.02.2012
  • Von Roman Neumann
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Text im Inserat: Ab zu Aldi Deutschland!

(ZVG)

Dieser Satz im Inserat der staatlichen Liegenschaftsabteilung «Immobilien Basel» sorgt für Kopfschütteln: «Im nahe liegenden Deutschland bietet sich mit einer nur wenige Gehminuten entfernten Aldi-Filiale eine ideale Einkaufsmöglichkeit an.»

Gerade mal drei Tage ist es her, als der Detailhändler Coop sein Konzernergebnis verkündete: Der Einkaufstourismus drücke das Ergebnis massiv, verkündeten die Verantwortlichen. Gerade in Basel weichen viele Kunden ins nahe gelegene Deutschland aus, um sich dort mit billigen Lebensmitteln einzudecken.

Wie kommt eine staatliche Stelle dazu, dies anzupreisen? Bei Pro Innerstadt, dem Verein der Basler Detaillisten, zeigt man sich erstaunt über die Empfehlung der «Immobilien Basel». Geschäftsführer Mathias F. Böhm sagt zu Blick.ch: «Das darf nicht passieren und ist nicht sehr empfehlenswert.» Es mache nachdenklich, wenn dies von einer staatlichen Organisation beworben werde.

Bei den «Immobilien Basel» gibt man sich darob zerknirscht: «Das war ein Fehler, den wir sofort behoben haben», sagt Sprecherin Barbara Neidhart zu Blick.ch. Zuvor hatte der Blog «Infamy» darüber berichtet. Man habe den Fehler jedoch selber bemerkt, sagt Neidhart. 

Bei Coop Nordwestschweiz sieht man die ganze Sache gelassen. «Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler», sagt Sprecherin Noemi Wannenmacher. «Natürlich begrüssen wir das nicht, denn der Einkaufstourismus beschäftigt uns schon länger.» Mit dem Entfernen des besagten Satzes im Inserat sei die Sache aber erledigt.

Kommentare (15)

  • Dyyz  Nataz , Wiewunderland
    "...denn der Einkaufstourismus beschäftigt uns schon länger." - Offenbar nicht lang genug. Die Preise sind immer noch überrissen und das wird sich auch nicht ändern.
    • 18.02.2012
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  • Roger  Grafiker , Steinhausen
    Migros coop und co denken nicht an mein portemonnai, also ab ins ausland...
    • 17.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Doris  Monium , Solothurn
    Man ha einfach für 200 CHF. mehr Ware im Einkaufswagen was erst noch für den ganzen Monat reicht. Im Coop hat man mit wenig Ware bereits 50 CHF. Ist halt einfach eine Tatsache.
    • 17.02.2012
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  • emmi  widmer
    "Peinlicher Lapsus bei der staatlichen Liegenschaftsabteilung" passt doch in die fasnachtszeit und zur EU-freundlichen regierung :-
    • 17.02.2012
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  • wenke  mühre , wiesbaden
    mich nervt das auch ständig kommen die Schweizer über die grenze und machen den dicken stellen unsere Parkplätze zu
    Wochenende im Schwimmbad weil am Rhein laguna nur ch Kennzeichen, stärkt euere eigene Wirtschaft und bleibt zu hause Deutschland braucht euch nicht für eine gute wirtschafte Lage
    selber schuld wenn bei euch alles so teuer ist fertig grenze zu machen
    • 17.02.2012
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