«Sicherheit des Landes nicht gefährden» Pegida Schweiz pfeift seine Demonstranten zurück

BASEL - Als die Stadt die Bewilligung für die Pegida-Demo wegen möglicher Gegendemonstranten zurückzog, wollten gewaltbereite Rechtsextreme aus Deutschland erst recht in Basel einfahren und Prügel verteilen. Doch jetzt ruft Pegida-Schweiz die eigenen Mitglieder zur Zurückhaltung auf.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Wegen harmlosem Witz Türkischer Regierungschef verklagt Baselbieter Wirt!
2 Wegen harmlosem Witz Türkischer Regierungschef verklagt Baselbieter Wirt!
3 Serie in Baselland und Solothurn Einbrecher stehlen Waffe und...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
41 shares
41 Kommentare
Fehler
Melden

«Liebe Patrioten, ich bitte euch inständig, haltet euch daran. Geht nicht am 03.02.2016 nach Basel», schreibt Mike Spielmann, Präsident Pegida* Schweiz, heute Morgen früh auf Facebook. Denn die Sicherheit der Bevölkerung sei wichtiger, begründet er. 

Die Stadt Basel hatte die Bewilligung für die Pegida-Demo vom Mittwoch erst erteilt, vor einer Woche aber wieder entzogen. Dies, weil auch linke Gegenkundgebungen auf dem Marktplatz angekündigt waren. Die Polizei befürchtete ein gewaltsames Aufeinandertreffen.

Doch nach der Absage sagte sich das rechte Lager: «Jetzt erst recht!». Um gegen die «Islamisierung des Abendlandes» zu protestieren, wurde den Schweizer Rechtsextremen auch «Hilfe» aus Deutschland versprochen. Wie die SonntagsZeitung gestern schrieb, hätten Anhänger der rechtsextremen Hooligan-Gruppe «Berserker Pforzheim» anreisen sollen. Und zwar als «Schlägertrupp gegen linke Störer».

Andere Aktionen geplant

Weshalb nun der Sinneswandel von Pegida Schweiz? «Wir können nicht die Sicherheit des Landes verlangen, diese dann aber wiederum gefährden», gibt sich Präsident Mike Spielmann auf Facebook ganz vernünftig. Er sei zwar enttäuscht, aber «wir haben jetzt vielleicht eine Etappe verloren, aber der Sieg ist noch nicht verloren.»

Es seien in den kommenden Tagen und Wochen schweizweit «kleine Aktionen» geplant, um «Flagge» zu zeigen. Deshalb schreibt Pegida Schweiz mit kleinem Rechtschreibefehler: «Wir werden geduldig auf den Tag warten - auf den Tag der Abrechung - auf den Tag der Gerichtkeit!» (ct)

*Pegida=Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes

Publiziert am 01.02.2016 | Aktualisiert am 01.02.2016
teilen
teilen
41 shares
41 Kommentare
Fehler
Melden

41 Kommentare
  • emmi  widmer 01.02.2016
    tipp an Pegida Schweiz: geht am 28. 02.2016 mit einem JA für DI abstimmen, das ist schweizerisch.
  • Thomas  Maeder 01.02.2016
    "Berserker Pforzheim"... Wie eine Gruppierung, die für liberale abendländische Werte eintritt, klingt das nicht gerade. Letzte Woche habe ich noch kritisch über das Demoverbot gedacht, aber mittlerweile denke ich mir, dass die Basler Polizei mit ihrer Lageeinschätzung wohl richtig liegt. Traurig, dass man die Versammlungsfreiheit beschränken muss, aber ich an Stelle der Verantwortlichen würde wohl gleich handeln.
  • Mosimann  Beat 01.02.2016
    Traurig, dass offenbar nur noch linke Demos zugelassen werden, obwohl die erfahrungsgemäß ein viel höheres Gewaltpotential haben. Scheinbar ist es in diesem Land nicht mehr weit her mit der Meinungsfreiheit.
  • Dracomir  Pires aus Bern
    01.02.2016
    Gegendemonstrationen zu erlaubten Demonstrationen müssen generell verboten werden. Oder sie werden örtlich und zeitlich auf Distanz gehalten.
    • Dominik  Müller 02.02.2016
      Sorry... aber Pegida hatte die Erlaubnis und da mussten die Linken eine Gegendemo organisieren! Anschliessend wurde die Demo von Pegida wieder zurückgezogen... DAS IST DISKRIMINIERUNG! Wer sagt, dass nur LINKE und Ausländer ohne Bewilligungen demonstrieren dürfen! Haben wir nicht auch das recht, unsere sorgen betreffend unserer Kulturverlustes zu demonstrieren? Gewalt ist dabei nie eine Lösung... Wenn doch diese Krawallmacher nicht wären!!
  • Alexander  Romero aus Zürich
    01.02.2016
    Danke Pegida! Eure deutschen gewaltbereiten Hools brauchen wir hier nicht. Das ist wieder nur Öl aufs Feuer für den Schwarzen Block. Ob dabei die Ultralinken in einem Strassenkampf gegen die Hools gewinnen könnten, bezweifle ich aber.
    • Dominik  Müller 02.02.2016
      @Romero: Sie verstehen PEGIDA nicht.. es sind keine Hooligans! Es sind Familien/Leute wie Sie+ich! Es schleichen sich Rechtsradikale unter die Leute, aber PEGIDA distanziert sich von Rechtsradikalen! Es geht um unsere Kulturverluste (z.B. Kinder spiel eliminiert: Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann! Und andauernd werden Werbungen als Rassistisch betitelt obschon niemand so etwas ahnt und vieles hat sich zu Gunsten der Islamisten verändert! Unsere Kultur schwindet immer mehr, noch nicht bemerkt?