LIESTAL – Die Schweinegrippe hat in der Schweiz ein erstes Todesopfer gefordert. Im Baselbiet ist ein Säugling am H1N1-Virus gestorben. Offenbar war das Kind behindert.
Der Kantonale Krisenstab in
Liestal meldet das erste Schweinegrippe-Todesopfer in der Schweiz: ein fünf Monate altes Baby, das schon vor einigen Tagen tot ins Universitäts-Kinderspital beider
Basel (UKBB) wurde.Laut dem Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr habe man erst heute erfahren, dass der Säugling am H1N1-Virus verstorben sei. Erst jetzt seien die Ergebnisse der Untersuchung vorgelegen.Kind mit Behinderung geborenWie eine gut informierte Quelle gegenüber Blick.ch erklärte, ist das Baby bereits mit einer Behinderung zur Welt gekommen – ein Faktor, der dazu beitrug, dass das H1N1-Virus zum Tod des Kindes führte.Um 11 Uhr will der Krisenstab an einer Medienorientierung über den Fall informieren. Blick.ch ist live dabei.Erst letzte Woche hatte das Bundesamt für
Gesundheit (BAG) über die starke Ausbreitung der
Schweinegrippe in der Schweiz informiert: Die Zahl der Erkrankungen habe sich im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt. Bislang müssen schweizweit zwölf Erkrankte auf der Intensivstation behandelt werden.Weltweit mehr als 6000 ToteWeltweit sind an der Schweinegrippe bisher mehr als 4100 Menschen in 192 Ländern gestorben. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO erfassen aber nicht alle Länder die Ansteckungsfälle akribisch, so dass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen dürften.Drei Viertel aller Schweinegrippe-Todesfälle traten in Nord- und Südamerika auf. In Europa verzeichnen Frankreich, Irland und Grossbritannien die meisten Todesopfer. (gux/hhs/SDA)