Quaak beim Universitätsspital Basel Frösche rauben Patienten den Schlaf

BASEL - Die Wasserfrösche im Teich des Gartens des Universitätsspitals Basel sind so laut, dass viele Patienten Mühe mit dem Einschlafen haben. Da die Tiere geschützt sind, lässt sich das Problem aber nicht so einfach beheben.

Kein Schlaf für Patienten im Unispital Basel: Frösche sind zu laut play
Kann viel Lärm machen: Der Wasserfrosch (Archiv; Symbolbild) ZVG

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mit verstecktem «Peace»-Schriftzug Schweizer Trompeten für Trump
2 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...
3 Von Belgien nach Basel Ein Prinz für die Schweiz

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Wer krank oder verletzt in einem Spital liegt, braucht vor allem eines: Ruhe und Erholung. 

Doch von einem gesunden Schlaf können viele Patienten des Basler Universitätsspitals oftmals nur träumen. Grund dafür ist aber nicht etwa eine lärmigen Baustelle in der Nachbarschaft – sondern Mutter Natur. 

Im Garten das Spitals liegt ein Teich, der von zahlreichen Wasserfröschen bewohnt wird. Vor allem in der Brutzeit veranstalten die Amphibien so laute Quak-Konzerte, dass die Spital-Insassen kein Auge zubringen. 

Mediensprecher Martin Jordan bestätigt dem Regionaljournal von Radio SRF: «In der Nacht hört man die Frösche gut.» Und das sei in der Umgebung eines Spitals «nicht erfreulich». 

Beheben lässt sich das Problem aber nicht so einfach. Da Amphibien und und ihr Lebensraum geschützt sind, kann der Teich nicht ohne Bewilligung trockengelegt werden. 

Eine Option wäre höchstens, den Lebensraum für die Frösche weniger attraktiv zu gestalten. Etwa, indem Schwimmpflanzen aus dem Teich entfernt würden, wie Christoph Hügli von der zuständigen Stadtgärtnerei zu Radio SRF sagt. Ganz verschwinden würden die Tiere deswegen aber nicht.

Immerhin: Die Patientien das Spitals können auf die kältere Jahreszeit hoffen: Bei Temperaturen unter 10 Grad fallen verfallen Frösche in die Winterstarre – und schweigen. (bau)

Publiziert am 23.10.2016 | Aktualisiert am 24.10.2016
teilen
teilen
0 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Annemarie   Setz 24.10.2016
    Es gibt sehr gute und unschädliche Schlafmittel. Damit kann man helfen. In einem Spital gibt es doch bitte andere Sorgen als das Gequake von einigen Fröschen.Wer noch irgend einen Bezug zur Natur hat, freut sich, dass es überhaupt noch Frösche gibt, nicht solche zum Essen, sondern solche die fröhlich quaken.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    24.10.2016
    Wie kann man sich ab dem tollen Gequake bloss aufregen, Naturgeräusch sind das entspannenste das es gibt, die Menschen haben verlernt mit der Natur zu leben! Ansonsten gäbe es folgende Möglichkeiten: Einfach Fenster zu, die haben doch sicher Klimaanlagen oder dann halt besser isolierte Fenster montieren, die halten sehr viel Lärm ab! Und sonst sind die Leute an der Quelle, einfach ein Schlaftablettli, dann ist auch gut! Wenn das nichts mehr hilft kann man die Tiere sicher umsiedeln.
  • Anna  Rusch 23.10.2016
    Frösche, Grillen und Vögel bereiten mir über viele Monate im Jahr wunderbare Stunden! Dass ist Musik vom Feinsten, wer sich daran stört hat ein gestörtes Verhältnis zur Natur! Hätten sie lieber Autos und quietschende Züge, wohl eher nicht?!Entspannen und geniessen, solange wie möglich, dass ist Luxus pur!
    • Gabor  Posch 23.10.2016
      Ja, ja, Hauptsache drauflos quaken. Es gibt halt auch Menschen, die ein völlig intaktes Verhältnis zur Natur haben, und dennoch wenn sie im Spital liegen nicht besonders scharf auf das Getratsche von Fröschen sind. Im Spital entspannt man sich gewöhnlich auch nicht, sondern man möchte einfach nur seine Ruhe. Wer das nicht versteht, hat ein gestörtes Verhältnis zu Menschen.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      24.10.2016
      Kann mich nur anschliessen! Der Mensch hat verlernt mit der Natur zu leben, mittlerweile stören Geräusche die einfach dazu gehören!! Eine kranke Entwicklung, einfach weil viele die Natur gar nicht mehr richtig kennen! Die Frösche quaken ja auch nicht die ganze Nacht und ein geschlossenes Fenster dämmt sehr gut!
  • Remo  Albrecht aus Höri
    23.10.2016
    Als Kind hatte ich von Gequake über die Strasse bis in den 4. Stock in mein Zimmer. Später vor meiner ersten Wohnung ein verwunschener Bauernhof mit Fröschen im Unterholz. Das Haus wurde abgebrochen und EFH hingeklotzt. Heute Wohne ich gegenüber dieser Siedlung und sehne mich nach den Fröschen zurück. Diese lebten im Dschungel in ihrem Paradies. Wo ist das Paradies heute?
    Zur Klärung: wohl auf grosselterlichem Bauernhof aufgewachsen (googelt mal "Neeracher Ried), bin trotzdem kein Ökofuzzi!!!