Neues Amt als «Ökumeneminister» des Vatikans Papst holt Bischof Koch nach Rom

BASEL - Bischof Kurt Koch (60) löst am 1. Juli Kardinal Walter Kasper als «Ökumeneminister» des Vatikans ab. Und hinterlässt einen vakanten Bischofsstuhl in Basel.

  • Publiziert: 30.06.2010, Aktualisiert: 13.01.2012
play Hofft auf frische Kräfte im Bistum Basel: Bischof Kurt Koch. (Sabine Wunderlin)

Bis zum Amtsantritt eines neuen Bischofs wird Koch – neben seiner neuen Aufgabe in Rom – dem Bistum Basel als Apostolischer Administrator zur Seite stehen. Die Nachfolge muss innerhalb von drei Monaten geregelt sein.

Er sei sich «der hohen Ehre und der grossen Verantwortung» bewusst, die ihm der Papst übergeben habe, schreibt der in Rom weilende Koch in einer persönlichen Erklärung. Koch gehört dem Rat der Förderung der Einheit der Christen des Vatikans seit 2002 bereits als Mitglied an.

In seiner neuen Funktion wird Koch für alle ökumenischen Dialoge und für die Beziehungen der katholischen Kirche zu Orthodoxen, Protestanten und weiteren christlichen Gemeinschaften sowie zu den Juden verantwortlich sein.

Kein leichter Schritt für den Bischof

Neben seiner Freude über die Ernennung bedauert Koch seinen Weggang. Es sei ihm «keineswegs leicht gefallen», das Bistum Basel zu verlassen, dem er beinahe 15 Jahre vorstand.

Da Bischöfe erst mit 75 Jahren ihre Demission einreichen könnten, habe er sich aber fragen müssen, ob er das bisherige Amt ohne Ermüdungserscheinungen noch weitere 15 Jahre hätte ausüben können. Er sei zum Schluss gekommen, dass es Zeit sei für einen neuen Bischof mit noch frischen Kräften. (SDA)

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