Der Hundehasser von Grenchen SO Not-OP rettete Faro!

Seit Tagen legt ein Irrer mit Schrauben präparierte Wurststücke in Grenchen SO aus. Auch gestern fand die Polizei Todes-Köder.

  • Publiziert: 08.08.2012
  • Von Marlene Kovacs und Daniel Riedel
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Erschreckend: Wieder lagen Wurststücke im Gras.

(Felix Brodmann)

Dreimal täglich dreht Margrit Frank (60) mit Labrador-Dackel-Mischling Faro (11) ihre Runden durch Grenchen SO. Feste Sta­tion beim Gassigehen: die Wiese an der Bielstrasse. Hier wälzt sich der Rüde im Gras, tollt mit anderen Hunden, manchmal gibt es von Frauchen Leckerli.

Wurststücke mit Schrauben

Am Samstag wäre es fast der letzte Halt gewesen. Denn der Mischling frass zwei Wurststücke, die ein Hundehasser mit Schrauben gespickt auf die Wiese gelegt hatte. «Ich sah Faro an irgendwas knabbern, dann hat er so komisch über die Schnauze geleckt», erzählt die IV-Rentnerin.

Margrit Frank ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie durchkämmt das Gras, findet weitere Futterfallen. Sofort geht es nach Hause. «Ich habe wild herumtelefoniert und einen Tierarzt gesucht. Faro lag apathisch in der Ecke, verdrehte schon die Augen.»

Tierarzt Martin Gugelmann (53) erkannte die Gefahr: «Spitze Gegenstände können Magen und Darm aufreissen und zu tödlichen inneren Blutungen führen.» Der Veterinär handelt und eilt mit dem Hund ins Tierspital Solothurn. Dort entfernt er mit Kollegen in einer Not-OP zwei Schrauben aus ­Faros Magen, rettet dem Hund so das Leben.

«Wer macht so etwas?»

Frauchen Margrit: «Ich habe die ganze Nacht nur geweint. Wer macht so etwas?» Das fragt sich auch die Polizei, die am Samstag vier präparierte Wurststücke fand. Unfassbar: Auch gestern lag am Tatort wieder verdächtige Wurst. Thalia Schweizer (31), Mediensprecherin der Kantonspolizei Solothurn, bestätigt: «Die Beamten konnten drei Stücke sicherstellen, allerdings ohne Schrauben. Die Kriminaltechnik prüft nun, ob die Köder vergiftet waren.»

Die Hundefreunde in Grenchen sind jedenfalls alarmiert. Schon in den beiden Vorjahren wurden Futterfallen ausgelegt – und der Täter nie gefasst.

Können Sie nachvollziehen, dass jemand zum Hundehasser wird?»

Beliebteste Kommentare

  • Peter  Joachim , via Facebook
    Tatsache ist, dass ich jeden Tag Hundekot im Garten finde, von Hunden, deren Halter nicht einen Funken Anstand haben. Und solche gibt es leider täglich mehr.
    Nur dafür die Tiere quälen oder töten, ist allerunterste Schublade und auf keine Weise gut zu heissen
  • silvia  hofmann , luzern
    unglaublich, es gibt also Menschen, die bei der Frage der Nachvollziehbarkeit ein "Ja" abgeben, weil das Bellen und der Kot nerven ..! Nicht zu fassen, einfach abartig und eben total Mensch. Als ob Menschen nicht koten und die Welt mit Lärm eindecken würden... Alles Elend auf diesem Planeten stammt ausschliesslich von Zweibeinern und dann diese Arroganz den Tieren gegenüber. Eine grenzenlose Gemeinheit solche Köder auszulegen, eben typisch Mensch.

Alle Kommentare (49)

  • Sabine  Eberhard , via Facebook
    Sich über etwas zu Ärgern gibt NIEMANDEM das Recht zu verletzen oder zu töten! Leider kommen solche Vorfälle immer wieder vor.
    Tierquälerei muss unbedingt härter bestraft werden, besser heute als morgen!
    • 08.08.2012
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  • Edith  Zellweger
    Solche abscheulichen Taten - in diesem Fall betrifft es Hunde, können wir ganz allein den laufenden Hetzkampagnen, die in den letzten Jahren von div. Medien gegen Hunde betrieben werden, verdanken! Der Mensch ist unberechenbar und grausam und das schlimmste und gefährlichste Lebewesen auf dieser Erde- auch das gegen die eigene Rasse!
    • 08.08.2012
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  • Pascal  Dietrich , via Facebook
    Denen das Bellen stört: Z.B. ein Rennauto, ein Flugzeug etc. ist mind. gleich laut oder läuter. Das soll jetzt nicht heissen, dass ich was gegen Autos etc. habe oder gegen Hunde: Ich habe selber einen Hund und bin Autofan. Mich stört zwar auch der Hundekot, aber deswegen quält man keine Tiere. Auch Tiere haben ein recht auf Leben.
    • 08.08.2012
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  • Tinu  Rösch
    Auch ich ärgere mich über viele Hundebesitzer die den Kot nicht aufnehmen, dies ist reine Charakterfrage!! Aber trotzdem hat kein Mensch das Recht gegen Tiere auf diese Art und Weise vorzugehen. Würde sich in meinem Wohnort so ein Geistesgestörter aufhalten, müsste er hoffen von der Polizei aufgegriffen zu werden bevor er mir über den Weg läuft, den für solch einen Irren hätte dies fatale Folgen!!!
    • 08.08.2012
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  • Brigitte  Jaun , via Facebook
    Auch mich als Hundehalter nervt es, wenn andere Hundehalter die Hinterlassenschaft ihres Hundes nicht beseitigen. Aber heute wird eben alles, was nicht in den Kram passt beseitigt, oder mit Reglementen zugeschüttet. Die lärmenden Kinder, die schrecklichen Jugendlichen, die zu alten Menschen, die dicken Menschen, die qualmenden Menschen etc. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist es hier doch noch sauber und die Hundehalter bezahlen auch brav Hundesteuern. Es gibt immer wieder schwarze Schafe. Aber bitte lasst die Hunde in Frieden, denn sie können nichts dafür !!!
    • 08.08.2012
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