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Mädchen (2) stirbt an Keuchhusten!

BASEL – Sie wurde mit Keuchhusten ins Spital eingeliefert. Dann starb das zweijährige Mädchen. Und sie ist nicht der einzige Krankheitsfall.

Aktualisiert um 13:23 | 17.02.2009
Das Mädchen starb im Bruderholzspital in Bottmingen BL. Diagnose: Keuchhusten. Die Zweijährige ist derzeit nicht der einzige Krankheitsfall in der Nordwestschweiz: Auch Geschwister seien offenbar angesteckt, sagt der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr.

Unabhängig von diesem Todesfall weiss Schorr noch von fünf an Keuchhusten erkrankten Primarschülern in Laufen BL. Der Arzt zeigt sich nach dem Todesfall «ein wenig schockiert» über das geballte Auftreten der Infektionskrankheiten Grippe, Masern und Keuchhusten. Seine Risikoeinschätzung sei jedoch unverändert: Die Impfung sei sehr empfohlen; sie senke beim Keuchhusten mindestens das Risiko eines schweren Verlaufs.

Todesfälle sind selten

Keuchhusten ist eine stark ansteckende Infektionskrankheit, die für Kleinkinder lebensgefährlich verlaufen kann. Todesfälle sind in der Schweiz indes sehr selten: Laut Bundesangaben endet eine von tausend Erkrankungen tödlich. Man kann sich impfen, Erkrankte können nicht mit Antibiotika Komplikationen verhindern.

Das Bundesamt für Gesundheit rät dringend zur Impfung schon im Säuglingsalter. Gemäss Schorr erkranken meist Kinder unter sechs Monaten an Keuchhusten. Das BAG empfehle deshalb neu schon ab dem Alter von zwei Monaten zu impfen; bisher waren es drei Monate gewesen.

Zwischen 1995 und 2001 starben in der Schweiz drei Babys im Alter von 8, 9 und 11 Wochen an Keuchhusten. Die Krankkeit ist nicht meldepflichtig, weshalb es keine zuverlässige Statistik gibt. Weltweit sterben pro Jahr 300´000 Menschen an Keuchhusten. Die Krankheit gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen bei Kindern. (SDA)
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