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Nickelbrille, sanfte braune Augen und ein leicht verschmitztes Lächeln – das ist Marco D.* (†35) aus Riehen BS. Freunde und Arbeitskollegen beschreiben den Monteur als zuverlässig, zurückhaltend, nett. «Aber er war sehr vorsichtig», sagt ein Arbeitskollege. «Er lebte in seiner eigenen Welt und hat nur wenige hineingelassen.» Doch seinen Mörder liess Marco D. anscheinend hinein. Hat er ihn gekannt, ihm sogar vertraut?
Die Tür zu Marco D.s Wohnung zeigt keinerlei Einbruchsspuren. Das Einzige, was das Drama dahinter erahnen lässt, ist ein blutiger Fingerabdruck auf dem weissen Lack.
Im Schlafzimmer liegt Marco D. auf seinem Bett, im Bauch steckt ein Messer, auf dem Nachtkasten liegt ein blutiges Kissen – der Fernseher läuft. So findet Marcos Arbeitskollegin und Ex-Freundin Emel K.* (30) am Montag um 13 Uhr seine Leiche (BLICK berichtete).
Wann genau der Monteur starb, ist noch nicht klar. Auf Facebook schreibt er das letzte Mal Samstagnacht um 23.17 Uhr. «Ja so ist es... Wir waren Helden.» 37 Stunden später ist er tot.
Polizeischutz für seine Ex-Freundin
Was ist in den letzten Stunden von Marco D.s Leben passiert? Was hat sich verändert, dass der Monteur gerade jetzt ermordet wird? Arbeitskollegen hatte er erzählt, er habe Angst vor dem Clan seiner kosovarischen Ex-Frau Saranda V.* Doch die Scheidung ist bereits drei Jahre her.
Dennoch, in den letzten Wochen passieren Veränderungen im Leben des Deutschen. Vor kurzem trennt sich seine Freundin Emel von ihm. «Es sei fertig zwischen ihnen, hat sie uns erzählt», sagt eine Arbeitskollegin.
Unheimlich, eine von Marco D.s letzten Nachrichten auf Facebook dreht sich um einen Auftragskiller. Am 10.Januar schreibt er: «Teile das, wenn du auch jemanden kennst, der heute nur noch lebt, weil du dir keinen Auftragskiller leisten kannst.»
Emel K. hat einen Schock erlitten. Sie ist eine Woche von der Arbeit freigestellt. «Nach dem Mord an Marco hat sie grosse Angst. Sie hat Polizeischutz beantragt», weiss ihre Kollegin.
Marco D.s Familie hofft, «dass der Schuldige schnell gefunden wird». Seine Eltern sind mittlerweile in der Schweiz eingetroffen, um ihren Sohn auf seinem letzten Weg zu begleiten.
*Namen der Redaktion bekannt
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