Rätselmord in Riehen Kannte Marco D. seinen Mörder?

RIEHEN - Marco D. lag tot auf seinem Bett mit einem Messer im Bauch. Dem Mörder muss er die Tür geöffnet haben.

  • Publiziert: 08.02.2012
  • Von Michael Spillmann und Antonia Sell

Nickelbrille, sanfte braune Augen und ein leicht verschmitztes Lächeln – das ist Marco D.* (†35) aus Riehen BS. Freunde und Arbeitskollegen beschreiben den Monteur als zuverlässig, zurückhaltend, nett. «Aber er war sehr vorsichtig», sagt ein Arbeitskollege. «Er lebte in seiner eigenen Welt und hat nur wenige hineingelassen.» Doch seinen Mörder liess Marco D. anscheinend hinein. Hat er ihn gekannt, ihm sogar vertraut?

Die Tür zu Marco D.s Wohnung zeigt keinerlei Einbruchsspuren. Das Einzige, was das Drama dahinter erahnen lässt, ist ein blutiger Fingerabdruck auf dem weissen Lack.

Im Schlafzimmer liegt Marco D. auf seinem Bett, im Bauch steckt ein Messer, auf dem Nachtkasten liegt ein blutiges Kissen – der Fernseher läuft. So findet Marcos Arbeitskol­legin und Ex-Freundin Emel K.* (30) am Montag um 13 Uhr seine Leiche (BLICK berichtete).

Wann genau der Monteur starb, ist noch nicht klar. Auf Facebook schreibt er das letzte Mal Samstagnacht um 23.17 Uhr. «Ja so ist es... Wir waren Helden.» 37 Stunden später ist er tot.

Polizeischutz für seine Ex-Freundin

Was ist in den letzten Stunden von Marco D.s Leben passiert? Was hat sich verändert, dass der Monteur gerade jetzt ermordet wird? Arbeitskollegen hatte er erzählt, er habe Angst vor dem Clan seiner kosovarischen Ex-Frau Saranda V.* Doch die Scheidung ist bereits drei Jahre her.

Dennoch, in den letzten Wochen passieren Veränderungen im Leben des Deutschen. Vor kurzem trennt sich seine Freundin Emel von ihm. «Es sei fertig zwischen ihnen, hat sie uns erzählt», sagt eine Arbeitskollegin.

Unheimlich, eine von Marco D.s letzten Nachrichten auf ­Facebook dreht sich um einen Auftragskiller. Am 10.Januar schreibt er: «Teile das, wenn du auch jemanden kennst, der heute nur noch lebt, weil du dir keinen Auftragskiller leisten kannst.»

Emel K. hat einen Schock erlitten. Sie ist eine Woche von der Arbeit freigestellt. «Nach dem Mord an Marco hat sie gros­se Angst. Sie hat Polizeischutz beantragt», weiss ihre Kollegin.

Marco D.s Familie hofft, «dass der Schuldige schnell gefunden wird». Seine Eltern sind mittlerweile in der Schweiz eingetroffen, um ihren Sohn auf seinem letzten Weg zu begleiten.

*Namen der Redaktion bekannt

Kommentare (5)

  • Paul  Sacher
    Wenn er ihn nicht reingelassen hätte, würde er noch leben.
    Super Blick-Schlagzeile!
    • 09.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Thomas  Weber
    Mein Beileid an die Familie.
    Multikulti funktioniert nicht und ist kläglich gescheitert. Wieder mal ein Beispiel dafür!
    • 09.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Heinz  König
    Was der Blick hier wieder für einen Schwachsinn schreibt und Tatsachen erfindet - typische Journalisten von heute.
    • 09.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Fabio  A. , Altdorf
    Die redaktion von blick weiss anscheinend immer alles nur weiss sie nicht das brillen nickelabgabefrei sind und somit dieser artikel schon im ersten wort die qualität eurer arbeit zeigt!!!
    • 09.02.2012
    • 1 Gefällt mir
  • Adolf Kurt  Leemann , CHONBURI/Thailand
    Schon wieder ein "IC" ?
    • 09.02.2012
    • 0 Gefällt mir

Top 3

1 Zwischen den Barrieren Mann in Pratteln BL von Zug getötetbullet
2 Tierischer Alarm bei der Polizei Enten-Polonaise auf der Autobahnbullet
3 Unfall mit Lastwagen Frau (49) stirbt bei Horrorcrashbullet

Schweiz