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Vom Typ her könnte das Baby aus Ost-Russland, der Mongolei oder Kasachstan stammen. (Sicherheitsdepartement BS)
Auf der Fahrt zwischen Basel SBB und dem Badischen Bahnhof in Deutschland fand ein Kondukteur in einem ICE ein einsames Kind. Auf eine Durchsage im Zug reagierte niemand. Also gab der Zugbegleiter das Baby in die Obhut der Grenzwache. Diese schlug Alarm und brachte das Kleine in ärztliche Betreuung.
Die Behörden gehen davon aus, dass das höchstens zehn Tage alte Mädchen bewusst ausgesetzt worden ist. Von der Mutter fehlt jede Spur.
Bei guter Gesundheit
Das drei Kilo schwere und 51 Zentimeter grosse Mädchen erfreue sich guter Gesundheit, wie das Sicherheitsdepartement Basel-Stadt mitteilte. Aufgrund seines Aussehens wird vermutet, dass das dunkelhaarige Baby aus der Region Ost-Russland, Mongolei oder Kasachstan stammt. Oberhalb des Steissbeins hat es einen Pigmentfleck.
Wo sich das Baby nun befindet, will das Sicherheitsdepartement nicht bekannt geben. «Vasana», wie das Mädchen polizeiintern genannt werde, befinde sich an einem sicheren Ort und sei gut aufgehoben, sagte ein Sprecher.
Hat weinende Frau etwas mit dem Baby zu tun?
Aufgefunden wurde das Mädchen am Mittwochabend kurz nach 17 Uhr vor einer Toilette im Intercity 376 aus Interlaken. Einem Mitreisenden war aufgefallen, dass am Basler SBB-Bahnhof eine Frau weinte und in slawischer Sprache ein Telefongespräch führte. Vor der Abfahrt sei die Frau ausgestiegen.
Ob zwischen der Frau und dem Baby ein Zusammenhang besteht, ist laut dem Sprecher des Sicherheitsdepartements offen. Bisher habe man keine Zeugen gefunden, die die Unbekannte und den Säugling zusammen im ICE gesehen hätten.
Ermittelt wird nun laut dem Sicherheitsdepartement in alle Richtungen. Möglich sei auch, dass die Mutter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Konkrete Hinweise dafür gebe es aber nicht. (SDA/noo)