Grosseinsatz in Basel Sturmgewehr-Student kommt straffrei davon

Aufregung an der Basler Uni: Die Kantonspolizisten rückten aus, weil ein 24-jähriger Mann sein Sturmgewehr in der Universität rumtrug. Der Dienstpflichtige aus Obwalden kommt straffrei davon.

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Er wollte nur ans Obligatorische – und löste damit Terror-Angst aus. KEY

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Ende August gab es in Basel grosse Panik: An der Universität löste ein 24-Jähriger einen Polizei-Grosseinsatz aus. Mehrere Besorgte meldeten ihn bei den Ordnungshütern, weil er mit dem Sturmgewehr im Kollegiengebäude der Universität am Petersplatz herummarschierte. Prompt riegelte die Polizei weite Teile des Unigebäudes ab (BLICK berichtete).

Die Sachlage klärte sich jedoch rasch. Beim jungen Mann handelte es sich um einen Soldaten, der sein Obligatorisches schiessen wollte. Und er handelte vorbildlich: Die Waffe war ungeladen, der Verschluss des Gewehrs, der das Schiessen erst möglich machte, hatte der Obwaldner seperat dabei.

Wie die «Ostschweiz am Sonntag» schreibt, wurde der Fall nun abgeschlossen. Abklärungen des Obwaldner Kreiskommandos ergaben, dass der Dienstpflichtige nichts falsch gemacht hat. «Der Mann hat sich militärstrafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen», erklärt Heiri Wallimann, Dienststellenleiter Militär des Kantons Obwalden gegenüber der Sonntagszeitung..

«Disziplinarische Folgen hat der Vorfall für den Mann damit nicht.» Auch bei der Polizei in Basel ist das Dossier nicht mehr in Bearbeitung. (pma)

Publiziert am 09.10.2016 | Aktualisiert am 21.11.2016
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12 Kommentare
  • Mark  Reist 09.10.2016
    Bestraft gehört in dieser Angelegenheit die ausländische Fachkraft, welche den Alarm ausgelöst hat. Aber offensichtlich ist das absolut kein Thema.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    09.10.2016
    was heisst "davon kommen"? Kommt man davon, wenn man als Schweizer seiner Bürgerpflicht nachkommt? Sind wir jetzt schon so weit in diesem Land?
  • Christoph  Immoos aus Basel
    09.10.2016
    Ich war 15 als ich mein erstes Stgw mit nach Hause nahm. Das war damals so üblich und es ist nichts passiert. Später habe ich das Stgw gleichen Typs mit Munition zur Aufbewahrung zu Hause gefasst und es ist auch nichts passiert. Es war völlig normal, die Waffe offen, mit eingesetztem Verschluss, herumzutragen um zum Schiessstand zu gehen und niemand hat sich aufgeregt. Vielleicht sollte man die Zulassung der auf unsere Kosten Studierenden von Kenntnissen der lokalen Verhältnisse abhängig machen.
  • Salvador  Fontanilles 09.10.2016
    Es ist noch keine Generation her, da fuhr ich mit dem Sturmgewehr im ÖV ans Obligatorische, andere kamen mit dem Töffli und umgehängtem Gewehr, und das war völlig normal. Heute muss ich mich fragen, ob wirklich die Schützen des Obligatorischen das grössere Risiko für die Sicherheit darstellen oder nicht eher die Sicherheitsfanatiker mit ihrer panikartigen Reaktion auf die geschilderte Situation.
  •   Reto Markwalder aus Schwyz
    09.10.2016
    Es KANN natürlich jeder mit einem SG rumlaufen, nur DARF er das nicht, auch wenn der Verschluss im Hosensack bleibt.
    Das SG darf nur für den direkten Weg von und zu einer Schiessveranstaltung getragen werden. Das Gewehr darf nicht geladen sein und keine Munition im Magazin.
    • Peter  Marthaler aus Chur
      09.10.2016
      Wenn also ein Student nach der Uni in Basel das Obligatorische schiessen will (ist ja obligatorisch und nicht freiwillig), dann reicht die Zeit nicht zwischen Uni und Schiessen, um das Gewehr noch zuhause in OW zu holen oder? Wenn er das Gewehr zusammengeklappt in einer Sporttasche getragen hätte, dann wärs wohl niemandem aufgefallen - ungefährlicher ist jemand mit Sturmgewehr in der Tasche nicht, wie jemand der die Waffe offen trägt- Im Gegenteil, wer sie offenträgt verheimlicht nichts ;)