Für Gangster gehalten Zöllner stecken TV-Team in die Zelle

BASEL - Journalisten des «SWR» gerieten versehentlich ins Visier der Basler Polizei. Am Zoll wurden sie in Handschellen abgeführt.

Der Tatort: Spieleshop in Basel. Das Team des «SWR» drehte in der Elisabethenkirche (im Hintergrund). play

Der Tatort: Spieleshop in Basel. Das Team des «SWR» drehte in der Elisabethenkirche (im Hintergrund).

zvg

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Kanton ändert Strassennamen – und keiner merkts Dutzende Basler haben...
2 «Muslime, die Nazis von heute» Gericht spricht Basler Musiker frei
3 Krawalle nach FCZ-Match im April Basler Polizei sucht diese Hooligans

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
27 Kommentare
Fehler
Melden

Am hellichten Tag überfiel ein bewaffneter Mann am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr den Spieleshop «Fantastic Empire» an der Elisabethenstrasse in Basel. Er bedroht die zwei Angestellten (48 und 59) im Shop  und flüchtet dann mit mehreren hundert Franken aus der Ladenkasse in Richtung Elisabethenkirche.

Augenzeugen beschreiben «Fluchtauto»

In der Folge geraten auch drei Journalisten des «Südwestrundfunks» ins Visier der Polizei, wie das «Regionaljournal» heute berichtete. Das TV-Team befand sich zufällig in der Nähe um einen Beitrag über eine Geschenke-Tausch-Aktion in der Elisabethenkirche zu drehen. 

Augenzeugen des Überfalls meldeten der Polizei, der Täter sei in einem Auto geflüchtet, dessen Beschreibung auf jenes des «SWR»-Teams passte, erklärt Polizei-Sprecher Klaus Mannhart gegenüber Blick.ch.

Journalistin nackt ausgezogen

«Das Auto wurde zur Fahndung ausgeschrieben und am Grenzübergang Weil am Rhein angehalten.» Die drei deutschen Journalisten werden in Handschellen abgeführt.

Kurz darauf sitzen sie im Grenzwachtgebäude in Einzelzellen, werden befragt und untersucht. «Wir mussten uns an die Wand stellen und wurden von oben bis unten abgetastet», berichtet eine «SWR»-Journalistin im «Regionaljournal». Sie habe sich sogar nackt ausziehen müssen.

Der Irrtum klärt sich erst nach rund drei Stunden. Mannhart spricht von einem «normalen Vorgehen». Nicht so der «SWR» Der Fall werde ein Nachspiel haben, heisst es beim deutschen TV-Sender. (rrt)

Publiziert am 20.12.2012 | Aktualisiert am 20.12.2012
teilen
teilen
0 shares
27 Kommentare
Fehler
Melden

27 Kommentare
  • Meier  Anton aus Ebikon
    20.12.2012
    Agöttchen, sie musste sich nackt ausziehen. Macht sie das Zuhause nie? Spass beiseite, denke war ein Fehler der Polizei, das Vorgehen korrekt. Nur weil es mal die Falschen, und dann noch Deutsche, getroffen hat, mache sie jetzt ein Theater.
  • Peter  Moserer 20.12.2012
    Die Grenzwache und Polizei hat genau das gemacht, was alle immer von ihnen fordern: ihren Job. Gut gemacht. War ja nicht auf geratewohl sondern auf gezielte Zeugenaussage. Dann überprüft und wieder frei gelassen. Alles völlig angemessen.
  • Gustav  Broennimann , via Facebook 20.12.2012
    Früher fing die Polizei Gangster. Heute zählt das Erfolgserlebnis welches mit dem unschuldigen Filmteam leichter zu erzielen war. Die echten Gauner sind übrigens entkommen.
  • Hans  Müller aus Bern
    20.12.2012
    Der Vorfall zeigt doch nur, wie angespannt die Situation im Moment ist. Sei es auf Seiten der Polizei, oder auch auf der Seite von Deutschen, die sich in der Deutschschweiz bewegen. Da braucht es nicht viel um das Fass explodieren zu lassen. Die Polizei sollte sich entschuldigen und endlich die richtigen Täter finden. Und der SWR braucht gar nicht so zu tun. In einem gleichwertigen Fall in Deutschland wären ein Schweizer Team ganz sicher länger als 3 Stunden festgehalten worden - aber mit Sicherheit.
  •   Martin Müller aus Aarau
    20.12.2012
    Wo liegt das Problem? Ist total normal, wenn jemand verdächtigt wird, einen Überfall verübt zu haben. Wie hätte die Polizei sonst vorgehen sollen?