Drama auf dem Rhein bei Basel Frachter überfährt Boot – ein Toter

BASEL - Drama heute Vormittag auf dem Rhein mitten in Basel. Ein Containerschiff überfährt ein Boot. Eine Person stirbt.

  • Publiziert: 31.08.2012, Aktualisiert: 02.09.2012
  • Von Philipp Schrämmli
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Heute kurz nach 10 Uhr überrollte auf dem Rhein bei Basel ein belgischer Frachter ein kleines Boot, auf dem sich vier Personen befanden. Das Personenschiff kenterte und ging unter. Augenzeugen berichten, wie die Passagiere um Hilfe geschrien haben.

Sofort machten sich Sanität, Polizei und Feuerwehr mit Booten und von Land zur Rettung der Ertrunkenen auf. Zwei Personen konnten die Einsatzkräfte schnell bergen. Sie wurden mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht.

Minutenlang reanimiert

Eine dritte Person fischten die Rettungskräfte bewusstlos aus dem Rhein. Minutenlang reanimierten Sanitäter bei einer Anlegestelle vor der Kaserne den Leblosen. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und befand sich laut Auskunft der Staatsanwaltschaft am Nachmittag noch auf der Intensivstation des Spitals.

Keine Hoffnung besteht hingegen für die vierte Person, den Schiffsführer. «Die Person ist mit grosser Wahrscheinlichkeit tot. Nach einer Stunde wurde die Suche eingestellt, weil die Chance auf Rettung gegen Null geht», sagt Mannhart.

Boot aus Hamburg

Ein Feuerwehrschiff hat das untergegangene Boot mittlerweile geborgen und an Land gebracht.

Dabei handelt es sich um ein Vermessungsschiff der Hafen City Universität aus Hamburg. Die Besatzung sollte während zweier Wochen neue Geräte zur Ausmessung der Schifffahrtsrinnen testen.

Der belgische Frachter war rheinaufwärts unterwegs. Nun liegt es beim Kraftwerk Birsfelden vor Anker.

Warum es zu Kollision gekommen ist, ist Gegenstand von Ermittlungen.

Beliebteste Kommentare

  • Philippe  Trachsel , Oberried
    Tragischer Unfall. Mich verwunderst allerdings, dass nicht mehr Unfälle passieren. Nur wenn man am Thunersee jeweils sieht wie Badegästen kurz vor dem Kurs Schiff noch vorbei wollen etc. Ich hoffe die Person wird noch gefunden.
  • Monica  Rebolledo , Chillan
    Keine Kritik, aber sicher war das Boot mitten im Fahrwasser des Rheines.Diese Unfälle passieren oft weil die Freizeitboote sich nicht an die Regeln halten und denken der Kapt sieht alles. Gruss ex. Kapt.

Alle Kommentare (14)

  • Andre  Bangerter , Lüsslingen
    Es ist wie im Strassenverkehr auch, am schluss ist doch noch der Kapitän des Frachters also der stärkere schuld,auch wenn dessen Unschuld 100 Prozent erwiesen werden kann.
    • 01.09.2012
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  • Kofmel  Peter , via Facebook
    Ein Vermessungsschiff sollte eigentlich mit speziellen Flaggen gekentzeichnet sein,und die Besaztung sollte bei Ihrer Arbeit Schwimmwesten tragen. Im weitern wâre es angebracht dass eine Person nur zur beobachtung des Schiffsverkehrs da ist,werenddessen die anderen arbeiten.Es ist immer sehr traurig wenn Menschen so Ihr Leben verlieren.So manche Unfâlle kônnten bei richtiger Besatzung auch verhindert werden.
    • 31.08.2012
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  • Avena  Smithy , Zürich , via Facebook
    Es gäbe ja Regeln auf dem Wasser, Rechtsverkehr zum Beispiel. Ob das eingehalten wurde? Zudem ist ein kleines Boot schneller aus der Gefahrenzone manövriert als der grosse Lastkahn. Wäre schnell ausweichen nicht die bessere Lösung gewesen?
    • 31.08.2012
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  • rolf  sulzer
    sehr unverantwortlich, dass offensichtlich kein der vier besatzungsmitglieder schwimmwesten trug.
    • 31.08.2012
    • 37
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  • urs  waelchli
    Und für Blick ist schon der Frachter der schuldige, obschon er nie ne Chance hatte anuhalten. Der Blickreporter ist wohl auch einer dieser Hobbykapitäne die niemals aufs Wasser dürften, weil sie die Verhaltensregeln ignorieren!
    • 31.08.2012
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