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Die Gewerbetreibenden von Riehen BS verdoppelten am letzten Donnerstag das Kopfgeld auf den Feuerteufel von 20 000 auf 40 000 Franken (BLICK berichtete). 57 Brände hatte der Brandstifter in den letzten fünf Jahren in der Umgebung gelegt. «Es muss endlich was geschehen», sagt Hansjörg Wilde (44), Gewerbetreibender aus Riehen. Doch was dann passiert, damit hat Wilde nicht gerechnet: Der Feuerteufel geht auf Konfrontation. Setzt das Gewerbehaus in der Lörrachstrasse 50 in Brand. Gleich zwei Mal.
Das erste Mal zündelt er um 6.30 Uhr am Samstagmorgen. Ein Lagerraum im zweiten Untergeschoss steht in Flammen. Das Feuer kann schnell gelöscht werden. Niemand wird verletzt. «Wir gehen davon aus, dass wir ihn mit unserer Aktion aus der Reserve gelockt haben», sagt Unternehmer Wilde.
Und wirklich: Gestern um 13.30 Uhr brennt es wieder in der Lörrachstrasse 50. Diesmal in der Tiefgarage im ersten Untergeschoss. Der Chef des Gewerbehauses, Christoph Bürgenmeier (55), ist vor Ort. Er will sich gerade den Schaden des ersten Feuers ansehen.
«Plötzlich ging der Alarm los. Kurz darauf roch man schon das Feuer», erzählt Bürgenmeier, noch atemlos. Der 55-Jährige folgt dem beissenden Gestank in die Parkgarage. Dort bleibt er geschockt stehen. «Ich sah das Heck eines Autos lichterloh brennen. Man konnte vor Rauch fast nicht mehr atmen.»
Geistesgegenwärtig greift sich Bürgenmeier einen Feuerlöscher. Es gelingt ihm, die Flammen zu ersticken. Danach alarmiert er die Polizei und die Feuerwehr. Bürgenmeier ist entsetzt: «Die ganze Geschichte nimmt erschreckende Ausmasse an. Es ist beängstigend.»
Hansjörg Wilde aber sieht die neusten Entwicklungen positiv: «Endlich ist eine Kommunikation mit dem Täter zustande gekommen. Eine neue Dynamik. Es scheint fast, als wenn er geschnappt werden wolle.» Wilde hofft jetzt, dass der Feuerteufel in seiner Rage Fehler macht – und der Spuk von Riehen endlich ein Ende findet.
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Auf diesen Mann (Phantombild) sind 40 000 Franken Kopfgeld ausgesetzt.