Er sorgte in Basel für Chaos: Das Bomben-Bubi (17) kommt in eine geschlossene Anstalt

BASEL - Der Jugendliche, der im April 2015 die Basler Innenstadt für Stunden lahmlegte, kommt in eine geschlossene Einrichtung. Das Jugendgericht hat ihn wegen «Schreckung der Bevölkerung und falschen Alarms» schuldig gesprochen.

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Er markierte gerne den Mann von Welt und prahlte im Internet mit Luxus und Reichtum. In Tat und Wahrheit lebte der damals 16-Jährige S. E. bei seinem Vater in einem Reiheneinfamilienhaus in einfachen Verhältnissen.

Künftig dürfte seine Behausung noch bescheidener werden: Wie die «Basler Zeitung» berichtet, hat das Basler Jugendgericht S. E. wegen Schreckung der Bevölkerung und falschen Alarms schuldig gesprochen. Er wird in einer geschlossenen Anstalt untergebracht.

Der damals 16-Jährige hatte im April 2015 mit seiner damals 18-jährigen Freundin beim Tinguely-Brunnen auf dem Theaterplatz ein mit Kabeln und Klebeband ausgestatteten Koffer als Bomben-Attrappe abgestellt. Neben die vermeintliche Bombe legten die beiden einen Koran, um eine falsche Fährte zu legen.

20-köpfige Sonderkommission eingesetzt

Als der Koffer entdeckt wurde, sperrte die Polizei das betroffene Gebiet umgehend weiträumig ab. Während Stunden war die Innenstadt rund um den Theaterplatz gesperrt. Spezialisten aus Zürich mit einem Entschärfungsroboter rückten an und eine 20-köpfige Sonderkommission wurde mit der Untersuchung beauftragt. Zwei Tage später wurden die «Bombenleger» verhaftet.

In seinem Urteil hat das Basler Jugendgericht eine Unterbringung, eine ambulante Behandlung und einen unbedingten Freiheitsentzug angeordnet. Mit der Unterbringung soll der Jugendliche aus seiner bisherigen Umgebung herausgenommen und an einen anderen Aufenthaltsort gebracht werden, sagte der zuständige Gerichtspräsident Christoph Bürgin gegenüber der BaZ. Infrage kommen Erziehungs- oder Behandlungseinrichtungen. Das Gericht entschied sich nun für einen geschlossene Einrichtung.

Goldene Kalaschnikov und Cocktails in Monaco

Auf seinen Online-Profilen präsentierte sich der Teenager als reicher Manager. Auf seinen Fotos ging er mit einer goldenen Kalaschnikow auf die Jagd, rauchte eine Zigarre im Luxushotel Les Trois Rois und trank Cocktails in Monaco. Parkgebühren von über 2000 Franken kommentierte er mit einem lachenden Smiley.

Die Ermittlungen im Fall seiner Freundin sind noch nicht abgeschlossen. Die Frau aus dem deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz war zur Tatzeit 18 Jahre alt und fällt unter das Erwachsenenstrafrecht. (ant)

Publiziert am 11.01.2016 | Aktualisiert am 11.01.2016
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So blufft das Bomben-Bubi im Internet

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23 Kommentare
  • Simon P.  Wegert aus Bern
    11.01.2016
    Am besten 9 x 25 Jahre Knast. Dann hat sich die Wiedereingliederung gleich von selbst erledigt. Ich sehe keinen Grund für irgend welche Nachsicht oder einen juristischen Kuschelkurs. In den USA würde er dafür auf dem elektrischen Stuhl landen – was uneingeschränkt richtig wäre. Sollte also Gott auf Knien danken, dass die Schweiz so nachsichtig mit ihm umgeht.
  • Artur  Nuttli , via Facebook 11.01.2016
    Bringt nichts! Mit Drogen ...sorry, Medikamenten vollstopfen wird sein selbstvertrauen mindern, evtl. angst und wut zustände auslösen. Der damals 16 jährige hat die tragweite nicht erkannt und wird dafür weggesperrt. um solche leute zu integrieren und grenzen aufsetzen zu können, müssen sie in der gesellschaft verweilen. zudem entstand kein direkter sachschaden und es wurde auch niemand dabei verletzt. dann müsste der mit 177kmh durch innerorts fuhr lebenslänglich kriegen!
    • daniel  weidmann 11.01.2016
      klar bringts was man darf ihn einfach nie mehr rauslassen!!
    • Susanne  Reich 12.01.2016
      Es geht nicht nur um den einen Vorfall sondern sein ganzer Lebensstil resp. seine Protzerei ist nicht gut. Er scheint viel zu wenig Führung erhalten zu haben in seinem jungen Leben. Besser er lernt es jetzt, wo der Schaden noch relativ klein ist - auch wenn er Riesen-Umtriebe verursacht hat - als erst später, wenn er so richtig im Schlamassel stecken dürfte.
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 11.01.2016
    Das bringt ja wirklich viel für die Zukunft wenn der jetzt in haft ist,dann sehe Ich nur eine schlechte zukunft ! Der soll mit einer lehre anfangen,und das in einem anderen kanton ! Dann hat er noch eine Chance,und das Volk muss Ihm nicht das ganze leben finanzieren ! Gruass us Chur Gregor
  • Roman  Bachmair aus Naters
    11.01.2016
    Das ist ja schon richtig, dass man da strafrechtlich durchgreift. Wieso hat man das bei Nekti T., dem Todesraser von Schönenwerd nicht auch gemacht? Der läuft ja schon wieder herum und stellt für uns brave Bürger wieder eine grosse Gefahr dar!

    Zudem wäre der ja, wäre die Durchsetzungsinitiative aktiv, schon des Landes verwiesen worden, was die einzig richtige Konsequenz wäre!
  • Peter  Nüesch aus Balgach
    11.01.2016
    "Künftig dürfte seine Behausung noch bescheidener werden ... Er wird in einer geschlossenen Anstalt untergebracht." Bescheidener vielleicht, aber sicher nicht billiger. 1000 Fr. pro Tag für die linke Sozial- und Kürslitherapie- Sondersettingindustrie. Statt einfach ein paar links und rechts um die Ohren und wenn das nicht reicht noch vaterländisch der Hintern versohlt, so lange bis er es kapiert. Kostet nichts dafür wirkt es. Beim linken Therapiequatschzeugs ist es gerade umgekehrt.