Drama in Möhlin AG: Ehemann tötet Frau mit «stumpfer Gewalt»

MÖHLIN - AG - Bei der toten Frau in Möhlin handelt es sich um eine 38-jährige Portugiesin. Der Ehemann gestand, seine Frau getötet zu haben.

  • Publiziert: , Aktualisiert:
Nachbar der Toten in Möhlin: «Sie hatten oft Streit»
Spurensicherung beim Wohnort der Getöteten. play

Spurensicherung beim Wohnort der Getöteten.

(Markus heinzer / newspictures)

Brutal: Ein 42-jähriger Portugiese ging gestern in die Wohnung seiner getrennt lebenden portugiesischen Ehefrau (38) in Möhlin AG und tötet sie. Das hat der Portugiese in einer ersten Einvernahme gestanden. Zu dem Zeitpunkt befanden sich keine anderen Personen in der Wohnung.

Nach der Tat meldet sich der Mann auf dem Polizeiposten Rheinfelden und gibt an, dass er seine Frau getötet hat. Als die Polizei und die Rettungskräfte eintreffen, können sie nur noch den Tod der Frau feststellen.

Wie die 38-Jährige starb, klärt das Rechtsmedizinische Institut Bern noch ab. Die bisherigen Untersuchungen ergaben aber, dass keine Tatwaffe im Spiel war. Gemäss Staatsanwaltschaft ist davon auszugehen, dass die Frau «mit stumpfer Gewalt» umgebracht wurde. Vermutlich wurde sie erwürgt.

Das Ehepaar lebte seit November 2012 getrennt. Sie haben einen 14-jährigen Sohn, der seit kurzer Zeit beim Vater wohnt.

«Sie hatten immer Lämpen»

Offenbar gab es in der Familie immer wieder Streit. Ein Nachbar erzählt Blick.ch: «Bei denen wurde es immer wieder laut, sie hatten häufig Lämpen.» Offenbar spitzte sich das Drama über längere Zeit hin zu. Doch den Behörden waren die Hände gebunden.

Das Opfer sei eine ganz magere Frau gewesen, «höchstens 40 Kilo». «Sie hat mir richtig leid getan. Sie hat gelitten.» Die Portugiesin arbeitete  bis zu ihrem Tod im Restaurant Ryburg, einer Dorfbeiz in Möhlin, in der Küche. Das Lokal wird von einer portugiesischen Familie geführt. Gemäss Aussagen von weiteren Anwohnern hat die Frau einen zwölfjährigen Sohn.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg hat gestern eine Strafuntersuchung eröffnet und am Tatort Spuren gesichert. Der tatverdächtige Mann ist in Haft. (ps/kab/snx)

Beliebteste Kommentare

  •  
    Hilfe!!!! Wieviele Hilferufe braucht es noch?????
    Und nachträglich noch solche "Augenzeugen!
    Alle haben alles beobachtet...
    Und niemand hat oder konnte nichts dagegen unternehmen, ohne sich selber strafbar zu machen!!!
    Es gibt keine Notfallanlaufstelle!
    Die Polizei darf nicht, die Behörde beobachtet aus der Ferne...
  • Anita  Bernasconi , Zürich , via Facebook
    wo führt das wohl noch hin??
    Da werden Menschen, mit denen man nicht mehr klar kommt
    warum auch immer einfach entsorgt!!

Alle Kommentare (15)

  • Cristina  Cunha , Zürich , via Facebook
    Was hat das mit Ausländer und von wegen in Portugal erledigen?? Gewisse von Euch sind so erbärmlich! Was wärt ihr ohne Ausländer??? Unglaublich und traurig solche Kommentare lesen zu müssen, nachdem so viele Delikte passieren mit Schweizer-Bürgern!
    Live & let live!!!
    • Edmund  Naef , Amden
      Schön langsam, Frau Cunha, es geht hier nicht darum, was wir wären ohne Ausländer. Dass die Latinos extrem eifersüchtig sind, ist sicher unbestritten. Dieser Mann hat seine Exfrau aus Eifersucht umgebracht; einen anderen Mann an ihrer Seite würde er nicht verkraften. Armer Macho!!
      • 22.05.2013
      • als Kommentar auf Cristina  Cunha , Zürich
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      • 3
    • peter  linux
      Und warum war es wohl nötig, dass in den letzten Jahren in Spanien und Portugal extra Gesetze wegen häuslicher Gewalt erlassen werden mussten? Denken Sie mal drüber nach! Wir Schweizer sind vielleicht etwas behäbig und evt. auch nicht die schnellsten im reagieren, aber das muss ja nicht immer ein Nachteil sein.
      • 22.05.2013
      • als Kommentar auf Cristina  Cunha , Zürich
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  • Peter  Kaufmann , Oftringen
    Zuerst muss es Tote geben bis die Polizei was unternehmen kann und das soll sich mal endlich ändern. Immer wieder zu lesen ist: Der Mannist der Polizei bekannt gewesen, aber es wir nichts unternommen dagegen. Keine Wegweisung, kein Arealverbot und das Opfer ist ein Opfer geworden von unserer sehr lockeren Kuscheljustiz. Auch wieder ein Fall wann die Gesetze den Verhältnissen der heuigen Zeit angepasst werden oder ist es nach wie vor friedlich wie vor 30 Jahren bei uns?
  • Rolf  Schmidlin , via Facebook
    Immer wenn etwas passiert, will jeder etwas gehört und gesehen haben. Ich bin praktisch ein Nachbar dieser Familie gewesen. Aber wir haben nie etwas gehört oder gesehen. Streit gibt es doch auch in den sogenannten "normalen" Familien. Es ist schlimm wenn es ausartet. Stecken wir drin. Können wir "normalen" Menschen ausschliessen, dass wir durchdrehen, und etwas tun was nicht der Norm entspricht. Wissen wir, ob wir in einer gleichen Situation klar im Kopf bleiben. NEIN, traurig aber wahr.
  • B.  Habegger , Bern
    Schweizer Kuscheljustiz macht sich alle Ehre. Geschützt und gestützt durch die derzeitige Politik, die aufgeblähten geschützten Werkstätten Behörden, Juristen, Psychologen, Psychiater und Co. wollen/bzw. müssen gehegt und gepflegt sein, nicht die "Ware Mensch".
    • Bill  Cheswick
      Hören Sie doch auf mit dem völlig ausgelutschten Begriff "Kuscheljustiz". Der wird inzwischen bei jedem Verbrechen bemüht, gedankenlos. Gewisse Verbrechen haben nichts mit dieser sogenannten KJ zu tun. Man müsste mal über die Rolle des Mannes im Allgemeinen nachdenken, egal ob CH oder Ausländer. Über 90 Prozent der Täter solcher Fälle sind männlich und kommen mit Trennungen nicht klar. Das ist bedenklich.
      • 21.05.2013
      • als Kommentar auf B.  Habegger , Bern
      • 40
      • 52
  • Carla  Schär , Gottmadingen
    ....traurig, traurig...jetzt hat der Sohn Mutter und Vater verloren... hat der Mann studiert, was er seinem Sohn antut???
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