Diese Basler entwaffneten sich freiwillig

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Jan Fischer und Stefan Bohrer
1 / 9 Bildern
Bildinformation einblenden

Bis zu einer Stunde mussten viele warten bis sie ihre alte Knarre endlich los waren. Denn der Ansturm am ersten Basler Waffenabgabetag war vor allem am Morgen gewaltig.

Am Ende des ersten Basler Waffenabgabetags hatten die Bebbis knapp 800 Waffen und hunderte Kilo Munition abgegeben. BLICK hat sich vor Ort umgeschaut, was die Basler und Baslerinnen so aus den Keller- und Schlafzimmerschränken hervorholten und zur Vernichtung brachten.

Polizeikommissär Herbert Benz (62) leitete die Waffenabgabe in Basel. Sogar eine «Pump-Gun» wurden den Beamten übergeben. «Mit so einem Gerät kann ein kompletter Motor durchschossen werden», weiss Benz. Er ist deshalb froh: «Eine gefährliche Waffe weniger im Umlauf.»

Kurios: Ein älterer Basler hatte den Polizisten sogar gemeldet, dass er in seinem Gartenhaus «seit Jahren eine Handgranate» liegen habe. Die Spezialisten werden sie abholen und sicher entsorgen.

Erschreckend: Rund zwei Drittel der abgegebenen Waffen waren geladen. Das zeige, wie sorglos mit dem Schiesswerkzeug umgegangen werde, so die Polizei.
Weil die Waffenabgabe auf eine solch grosse Resonanz gestossen ist, will die Kantonspolizei Basel-Stadt die Aktion wiederholen. Ein Datum steht aber noch nicht fest.

Polizeikommissär Herbert Benz.- Stefan Bohrer

Top 3

1 Rätselmord in Riehen Marco D. liess seinen Mörder rein!bullet
2 «Grundrechte werden verletzt» Basler Politiker wollen Hooligan-Gesetz...bullet
3 Rätselmord in Riehen Sein Mörder deckte Marco D. zubullet

Schweiz