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Toter Säugling: Das Kind starb in den Armen des Vaters

Heute Vormittag informierten die zuständigen Ärzte und Patrick Mathys vom BAG über den Fall des Säuglings, der an Schweinegrippe gestorben ist.

Aktualisiert um 16:02 | 18.11.2009


Kantonsarzt Dominik Schorr sagte: «Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass erstmals ein Kind an der Schweinegrippe gestorben ist. Es ist ein Knabe, der sich in hausärztlicher Behandlung befand.»

Der Hausarzt habe festgestellt, dass sich der Zustand des Knaben verschlechtert habe. Er gab dem Buben Antibiotika. Dann empfahl er eine Einlieferung ins Universitäts-Kinderspital. Bei der Einlieferung Sonntagmorgen um vier Uhr war der Säugling aber bereits tot. Bei dem Knaben handelt es sich um ein Einzelkind.

Der Leiter der Intensivstation erklärte: «Das Kind hatte ein Missbildungssyndrom. Eine Lippen-Kiefer-Gaumen-Spaltung. Das erschwert die Atmung und das Schlucken. Zusätzlich kam ein Herzfehler und vermutlich auch eine Immunschwäche. Es hatte daher immer wieder Infekte.» Die Todesursache ist eine Lungenentzündung, die von der Schweinegrippe ausgelöst wurde. Zusätzlich kam ein bakterieller Infekt. Das habe eine Autopsie ergeben.

Weiter erklärte der Experte, dass ohne diese Immunschwäche durch die Missbildung das Kind wohl nicht an der Schweinegrippe gestorben wäre.

«Das Kind hörte auf dem Arm des Vaters auf zu atmen», führte Professor Jürg Hammer vom Universitäts-Kinderspital aus. Das Kind hatte Husten, Schnupfen und Fieber. Die Viren führen zu einem Infekt der oberen und unteren Atemwege. Die Eltern zeigten keine Anzeichen einer Ansteckung.

Der Pandemie-Verantwortliche des BAG, Patrick Mathys, sprach der Familie sein Bedauern aus. Seine Warnung: Das werde nicht der letzte Todesfall in der Schweiz sein. Die saisonale Grippe sei noch nicht verbreitet. Wenn jetzt Symptome auftreten, sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es die Schweinegrippe sei.

Die erste Welle der Pandemie dauere acht bis zwölf Wochen. Jetzt befinde man sich in der aufsteigenden Phase, so Mathys.


Sie informierten über das erste Schweizer Todesopfer der neuen Grippe: Kantonsarzt Dominik Schorr, Professor Jürg Hammer, Kinderspital beider Basel, Patrick Mathys, BAG und Dieter Leutwyler, Leiter Kommunikation Kantonaler Krisenstab Basel Landschaft. (Blick/Beat Michel)
Sie informierten über das erste Schweizer Todesopfer der neuen Grippe: Kantonsarzt Dominik Schorr, Professor Jürg Hammer, Kinderspital beider Basel, Patrick Mathys, BAG und Dieter Leutwyler, Leiter Kommunikation Kantonaler Krisenstab Basel Landschaft. (Blick/Beat Michel)
Das sagen Blick.ch-Leser
Susanne Sam, Luzern - 19:09 | 18.11.2009
» @Daniel Hedinger, sie schreiben hier den grössten Mist, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Hedinger Daniel, Pfäffikon - 16:56 | 18.11.2009
» @TED ALDI: Genau das zeigt, dass Impfen nichts bringt! Das Kind ist nicht an einem nichtexistierenden Virus gestorben. Das Immunsystem war zu schwach und die Antibiotika hat das Kind getötet.
Ted Aldi, Ostschweiz - 15:53 | 18.11.2009
» Liebe Leute es geht doch nicht um Notstand oder nicht. Gerade dieser Fall zeigt aber, wie wichtig es ist, dass man impfen geht. Denn es gibt Leute (eben ua immungeschwächte) die nicht impfen können /dürfen. Diese Leute würden sich nicht anstecken wenn alle impfen würden, ist das sooo schwer zu verstehen?
Hans Honegger, Zürich - 15:33 | 18.11.2009
» @ Walter Weber: Wenn es aber genau dich trifft oder einen Verwandten dann spielt die Weltbevölkerung überhaupt keine Rolle!!
sandro iacuzzo, delemont - 15:26 | 18.11.2009
» Als erstes will ich mein aufrichtiges Beileid an die Eltern und Angehörigen zu diesem Traurigen Ereigniss aussprechen. Es ist aber ein absolutes Armutszeugniss, dass ein solches Ereigniss dazu missbraucht wird um die Impfkampange wieder anzukurbeln. Angenommen das arme Kind hätte sich mit der saisonalen Grippe angesteckt und wäre dabei gestorben, würde niemand davon erfahren.
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