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Am Mittwochabend soll ein nigerianischer Asylsuchender ausgeschafft werden. Der 29-Jährige befindet sich seit Tagen im Hungerstreik, um seine Ausschaffung aufzuschieben. Doch die Schweizer Behörden lassen sich nicht erweichen. Sie fesseln ihn und wollen ihn zum Flugzeug bringen.
Plötzlich bricht der Mann zusammen, sein Puls wird immer schwächer und die Beamten rufen die Sanität. Doch die Hilfe kommt zu spät, der Mann stirbt (Blick.ch berichtete).
Der Todeskampf des Nigerianers hat einen brisanten Zeugen: Alard du Bois-Reymond. Der Chef des Bundesamts für Migration (BFM) ist erst seit fünf Monaten im Amt. Er wollte sich an dem Abend endlich einmal eine Zwangs-Ausschaffungen ansehen, berichtet die «Aargauer Zeitung».
Diese Person machte Probleme
Am Anfang sei alles sehr ruhig verlaufen, sagt du Bois-Reymond. «Nur diese eine Person verursachte offenbar Probleme.» Gewalttätigkeiten habe er aber keine feststellen können.
Er habe sofort alle Ausschaffungen gestoppt, nachdem der Tod des Nigerianers festgestellt worden sei. «Die Staatsanwaltschaft und die Gerichtsmedizin müssen jetzt genau abklären, was zum Tod des Mannes geführt hat.» Dann erst werde man beschliessen, was mit den Asylbewerbern passiere.
Unglücklicher Unfall
Falls sich herausstellen sollte, dass die Zwangsmassnahme nicht der Grund für den Todesfall gewesen seien, würden die Ausschaffungen wieder aufgenommen werden, erklärt der Chef des BFM. «Dann wäre es einfach ein unglücklicher Unfall gewesen.»
«Wenn sich aber herausstellt, dass der Tod als Folge der Ausschaffungs-Methoden eingetreten ist, müssen diese angepasst werden», sagt Du Bois-Reymond. Sollten Fehler im Ablauf geschehen sein, werde er die entsprechenden Weisungen anpassen, damit so tragische Vorfälle nicht mehr passieren könnten. (gca)