Der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst macht Jagd auf den Laubholzbockkäfer: In der Region Birsfelden wird seit dem 7. Juni ein Gebiet von zwei Kilometern überwacht, um die Ausbreitung des Schädlings zu verhindern. Dazu werden die Schadensfälle auf einer Karte eingetragen und Laubbäume in der Nähe intensiv kontrolliert.

Der asiatische Käfer kann heimische Laubbäume innerhalb von wenigen Jahren zum Absterben bringen. Nach Europa gelangt er meist in Stein- oder Holzlieferungen, die Containerschiffe aus Asien anliefern.

Hunde spürten Käfer auf

Letzten Mai hatten österreichische Suchteams mit speziell ausgebildeten Hunden im Hafen von Birsfelden von den Schädlingen befallenes Verpackungsholz gefunden. Die Hunde spürten zudem im Grossraum Basel kranke Bäume auf.

Auch im Kanton Thurgau wurden gemäss Bundesamt für Umwelt drei Verdachtsbäume aufgespürt, dort wurden aber bis jetzt noch keine Massnahmen vom Pflanzenschutzdienst ergriffen.

Seit letztem Herbst in der Schweiz

Der erste Laubholzbockkäfer wurde im September 2011 in der Schweiz entdeckt: In Freiburg fand ein Hobbygärtner ein Exemplar in seinem Garten. Kurz darauf entdeckten Experten weitere in einer nahen Hecke.

Bei einem Befall bohren die Weibchen des schwarzen Käfers Ritzen in den Stamm des Laubbaums und legen dort ihre Eier ab. Die geschlüpften Larven fressen dann bis zu drei Zentimeter dicke Gänge in das Holz. (SDA/sax)

Alle Kommentare (3)

  • ben  coratsch
    Soll man die Käfer sich ausbreiten lassen, oder sollen man natürliche Fressfeinde evaluieren und diese notgedrungen ebenfalls importieren? Schwierige Frage, da die Konsequenzen in beiden Fällen schwierig, vielleicht sogar unmöglich, abzuschätzen sind.
    • 19.06.2012
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  • Nick  Wernli , Genf
    Das hat man davon wenn man billige Granitsteine aus China importiert, da kommen die netten Fiecher auf den. Holzpalettten als Blindepassagiere gleich mit.
    • 19.06.2012
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    • ben  coratsch
      Australische Marienkäferlarven waren hier im Land als biologische Nützlinge frei erhältlich. Jetzt haben sie sich ausgebreitet und vernichten einheimische Marienkäfer...
      Wir brauchen dafür keine Steine aus China...
      • 19.06.2012
      • als Kommentar auf Nick  Wernli , Genf
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