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Er wurde 1931 in der St.-Johann-Vorstadt eingeweiht: der mehrteilige Wohnblock Johanniterhof, direkt am Rhein. Heute lebt hier eine bunte Mischung von Bewohnern, vom Gewerbler bis zum Generaldirektor, vom Schauspieler bis zum Rentner.
Doch die Eigentümerin, die Helvetia-Versicherung, hat zahlreichen Mietern auf Ende März gekündigt. Sie will 40 Wohnungen im Johanniterhof sanieren. Das ist zwar nötig – aber mittlerweile auch zum stadtbekannten Streitfall geworden.
Die bevorzugte Wohnlage soll vergoldet werden. Zum Beispiel mit den Nachbarn, den rennomierten Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Sie zeigen Interesse an zusätzlichen Büroräumen im sanierten Johanniterhof. Den könnten sie sich leisten, im Gegensatz zu vielen bisherigen Mietern.
«Verhunzt» – «Tritt in den Hintern»
Ein Umbau-Opfer wäre etwa Karl Wohler, der seit den Vierzigerjahren im Block lebt. «Meine Wohnung kostet nach der Sanierung 1700 Franken. Das kann ich mir nicht mehr leisten», sagt er zu Blick.ch (siehe Video). Der Rentner, dessen Leben zu einem Grossteil im Johanniterhof spielt: «Ich fühle mich verhunzt.»
Auch der Basler Mieterverband stellt sich hinter die langjährigen Bewohner im Johanniterhof. Beat Leuthard von der Geschäftsleitung: «Es kann nicht sein, dass hier Luxus-Wohnungen geschützt werden müssten, und dass normale Mieterinnen und Mieter einen Tritt in den Hintern kriegen.» (dip)