Pädo-Pater Gregor Bistum Basel wusste von seinen Sex-Taten

  • Publiziert: 19.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Christian Bischoff und Adrian Schulthess

BASEL – Das Bistum Basel wusste genau Bescheid, dass Pater Gregor Müller (69) sich bei seinen früheren Einsätzen im Ausland wiederholt an Knaben vergriffen hatte.

Sprecher Giuseppe Gracia bestätigt gegenüber BLICK, dass die Verfehlungen des Pfarrers schon seit den 70er-Jahren bekannt waren: «Als Pater Gregor in den Dienst übernommen wurde, wussten die Verantwortlichen des Bistums Basel offenbar, dass er die vorherigen Einsatzorte wegen unerlaubter sexueller Handlungen hatte verlassen müssen.»

Dennoch durfte Gregor in Baden AG als Aushilfspriester, später als Pfarrhelfer arbeiten. Es gab allerdings Auflagen: «ärztliche Behandlung und Begleitung durch den zuständigen Pfarrer als Vorgesetzten und geistlichen Vater», wie das Bistum festlegte.

Dass Pater Gregor überhaupt angestellt wurde, sei aus heutiger Sicht eine «unvertretbare Fehleinschätzung» und nicht zu entschuldigen, so Garcia weiter.

Bis jetzt habe die Bistumsleitung keine Kenntnis davon, dass Pater Gregor von 1971 bis 1987 in der Pfarrei Baden pädophiler Handungen schuldig geworden ist. Der Priester hatte in den 16 Jahren im Aargau auch einen Kinderchor gegründet und geleitet.

Seit 1992 war Pater Gregor dann Priester in Schübelbach SZ, das zum Bistum Chur gehört. Der Churer Bischofs-Vikar Casetti versicherte gegenüber BLICK, erst seit wenigen Tagen von Untaten ihres Priesters erfahren zu haben. Ein ehemaliges Opfer hatte vor zehn Tagen im österreichischen Fernsehen von den Missbrauchen in seiner Kindheit berichtet.

Top 3

1 Zwischen den Barrieren Mann in Pratteln BL von Zug getötetbullet
2 Tierischer Alarm bei der Polizei Enten-Polonaise auf der Autobahnbullet
3 Unfall mit Lastwagen Frau (49) stirbt bei Horrorcrashbullet

Schweiz