Er war besoffen im Dienst Basler Polizei-Leitung schützt Rüpel-Beamten

Schon wieder steht die Basler Polizei in der Kritik. Die Polizei-Leitung versuchte zu verheimlichen, dass ein ausfälliger und betrunkener Beamter zum Tatzeitpunkt im Dienst stand.

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Hier passierte es: Die Bar Rouge befindet sich in den obersten zwei Stockwerken des Basler Messeturms.  KEYSTONE/Branko de Lang

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Vorkommnisse wie die missbräuchliche Verwendung von Dienstwagen und ein Sex-Skandal warfen zuletzt ein schlechtes Licht auf die Kantonspolizei Basel-Stadt. Nun wartet die «Basler Zeitung» mit neuen Negativschlagzeilen auf. 

Im Fokus steht der Polizist V., der sich im August 2014 in der Basler Bar Rouge so stark betrank, dass er von den Türstehern aus der Bar gewiesen wurde. Im Nachhinein warf der Polizist den Türstehern vor, ihn «bis zur Ohnmacht gewürgt» zu haben und zeigte sie an. Doch die Kameraaufzeichnung durch die hauseigene Videoanlage der Bar bewies: Alles war ganz anders.

«Ich bin das Blaulicht von Basel»

Auf der Aufnahme ist gut hörbar, dass der angeblich bis zur Ohnmacht gewürgte Beamte die Türsteher wissen liess: «Ich bin das Blaulicht von Basel und ich werde euch zeigen, wer ich bin.»

Nach dem Vorfall ermittelte der Polizist in Uniform für seinen Privatstreit. Über die dienstliche Datenbank soll er sich die Handynummern der Bar-Rouge-Mitarbeiter beschafft haben. «Kraft seines Amtes» hat V. anscheinend einen Mitarbeiter zur Herausgabe der Personalien der Türsteher aufgefordert.   

Nach dem Bekanntwerden der Videoaufnahmen verfolgte die Staatsanwaltschaft die Anzeige des Polizisten V. nicht länger. Stattdessen klagte sie V. wegen Nötigung, Hausfriedensbruchs und mehrfachen Amtsmissbrauchs an. 

Polizist stand während Alkohol-Exzess im Dienst

Die Polizei-Leitung stellte sich hinter V., der auch schon ungefragt Nacktbilder an Frauen verschickt hat: «Die vorgeworfenen Straftatbestände beruhen auf Vorfällen, die in der Freizeit passiert sind.» Auch die Staatsanwaltschaft hält in der Anklageschrift fest, dass V. zum Tatzeitpunkt «nicht im Dienst als Polizeibeamter» gewesen sei. 

Nach Informationen der «Basler Zeitung» ist das aber falsch: Der Polizist sei beim nächtlichen Alkohol-Exzess in der Bar Rouge im Dienst gestanden. Jeder Polizeiangehörige könne das im polizeiinternen Computersystem nachprüfen. (pfc)

Publiziert am 01.11.2016 | Aktualisiert am 01.11.2016
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1 Kommentare
  • Peter  Leo 02.11.2016
    Auch wenn er nicht im Dienst gewesen wäre, solches Verhalten ist total daneben. Ein solcher Ausrutscher passiert nicht plötzlich, um nicht mehr zu sagen. Da scheint in der oberen Führungsetage etwas faul zu sein. Wenn man solches deckt wirft das ein sehr schlechtes Licht auf die ganze Organisation.