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Die Basler Vormundschaftsbehörde übernimmt die Federführung im Leben von Franziska. Deren Schicksal macht seit Wochen Schlagzeilen. Im Dezember war das Kind in einem ICE-Zug in Basel gefunden worden (Blick.ch berichtete).
Nun scheint sich sein weiterer Weg zu klären: Gemäss einer Mitteilung des Jugendamtes Erlangen (D) beabsichtige die Mutter, ihr Kind zur Adoption freizugeben. Das teilte die Vormundschaftsbehörde heute mit. Der Wunsch der Mutter sei, dass ihr Kind von einer Familie in der Schweiz adoptiert werde.
Darum und mit Blick auf das Wohl des Kindes erklärt sich die baselstädtische Vormundschaftsbehörde für das Adoptionsverfahren zuständig. Das Jugendamt Erlangen sei bereit, Amtshilfe zu leisten und die Gespräche mit der Mutter zu führen.
Die Behörde weist allerdings auf die gesetzlichen Fristen hin: Die Zustimmung zur Adoption können Mutter und Vater frühestens sechs Wochen nach der Geburt geben, und die Eltern können danach innert sechs Wochen ihr Einverständnis ohne Grundangabe widerrufen. Nach Ablauf dieser Fristen ist die Zustimmung aber endgültig.
Derweil werde für Franziska ein Vormund eingesetzt, hielt die Vormundschaftsbehörde weiter fest. Dieser wirke beim Verfahren mit und wähle die Adoptiveltern aus. Franziska war im Dezember bis auf weiteres bei einer Basler Pflegefamilie untergebracht worden. (SDA)