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Von aussen harmlos, innen Hass-Predigten: Ar-Rahma-Moschee in Basel. (sf)
Ein Satz zu viel: Ridha Ammari, der Imam der Arrahma-Moschee, sagte während seiner Predigt offenbar, dass Nichtmuslime niedriger einzustufen seien als Tiere. Das Schweizer Fernsehen strahlte die Sequenz im Dok-Beitrag über Muslime in der Schweiz aus.
«Ich war schockiert», sagt Alexander Gröflin, Präsident der Jungen SVP Basel-Stadt. Seine Partei reichte Strafanzeige gegen den Imam ein. Gröflin: «Er verbreitet rassistisches Gedankengut.»
Ammari bestätigt, dass er die Predigt gehalten hat, sagt aber: «Es stimmt nicht, dass ich Andersgläubige als ‹niedriger als Tiere› bezeichnet habe. Das ist einfach falsch – vielleicht war es ja ein Missverständnis. Anders kann ich mir das nicht erklären.»
Ammari hat keine Angst vor einer Anzeige
Ammari beruft sich auf Anwesende in der Moschee: «Es gibt viele Zeugen, die an diesem Freitag in der Moschee waren. Sie alle können bezeugen, dass die Koranstelle im Film nicht richtig wiedergegeben worden ist. Wenn ich predige, dann für Toleranz, für Frieden, für Verständnis und für Integration. Nie im Leben würde ich gegen andersgläubige hetzen.»
Die Anzeige werde ins Leere laufen, ist sich der Imam sicher. Er erwägt sogar, gegen das Schweizer Fernsehen juristisch vorzugehen.
Ganz anders sieht dieses selbst das: «Karin Bauer, die Autorin des Films, hat die Predigt durch einen Gewährsmann protokollieren lassen. Wir halten daran fest, dass der Imam diesen Vergleich so geäussert hat», sagt Christoph Müller, DOK-Redaktionsleiter beim Schweizer Fernsehen SF. «Diese Stelle entspricht einer Koran-Sure. Der Imam hat sie so rezitiert und für sich stehen lassen. Ohne eine Einordung oder Relativierung irgendwelcher Art.»
«Kein Alkohol in der Schweiz»
Die JSVP will auf jeden Fall vorgehen, wie geplant. Und neben Ammari will sie zudem den Sekretär der Muslimischen Gemeinde Basel, Aziz Osmanoglu, anzeigen. Er habe im Fernsehen die Einführung der Scharia gefordert.
Osmanoglu wehrt sich. «Dieser Film hat alles kaputt gemacht. SF hat ihn so geschnitten, dass wir Muslime wie Extremisten daherkommen.» Er habe nie die Einführung der Scharia in der Schweiz gefordert. «Ich bin aber der Meinung, es wäre gut fürs Schweizer Volk, wenn einige Gesetze der Scharia eingeführt würden. Das Verbot von Alkohol etwa. Es gibt schon zu viele Alkoholiker hier.»
Auch hier beharrt das Schweizer Fernsehen auf seiner Position: «Aziz Osmanoglu hat seine ganzen Aussagen abgenommen. Das heisst, er konnte alle Teile des Films sehen, in denen er spricht, bevor die Aufnahmen letzte Woche im Fernsehen liefen», sagt Müller. «Er hat alles gesehen und abgesegnet: Auch jene Stelle, in der er sagt, er hoffe auf die Einführung der Scharia.»