Baselbieter Bildungsdirektorin reagiert auf Fall Therwil Handschlag in der Schule soll ins Gesetz!

Die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind will mit einem Gesetz gegen Integrationsverweigerer vorgehen. Anlass ist die Handschlag-Affäre von Therwil.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Per 10'000-Franken-Inserat Kickboxer Beqiri prügelt auf Baselbieter...
2 Von Belgien nach Basel Ein Prinz für die Schweiz
3 Nach Gerichtsschlappe in Strassburg Muslime wünschen sich Privatschulen

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

Als Reaktion auf die Therwiler Handschlag-Affäre will die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (53, FDP) Integrationsverweigerer künftig härter anpacken.

Handschlag-Affäre Therwill: Bildungsdirektorin will Handschlag-Gesetz play
«Erhoffe mir eine Signalwirkung»: Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind (53, FDP).  Keystone

Mit einer Änderung der Kantonsverfassung und des Bildungsgesetzes will sie Baselbieter Schulen dazu verpflichten, Integrationsprobleme ausländischer Schüler an das Amt für Migration zu melden.  

«Wenn Personen oder Familien sich der Integration grundsätzlich widersetzen, erhalten Migrationsbehörden davon frühzeitig Kenntnis», sagt Gschwind in einem Interview mit der «Basler Zeitung».

Achtung der «hiesigen Werte und Rituale»

Gemeldet werden sollen etwa eine Verweigerung der Teilnahme oder eine massive Störung des Unterrichts, eine respektlose Behandlung, insbesondere von weiblichen Lehr- und Respektspersonen sowie von Schülerinnen, aber auch konkrete Anzeichen einer Radikalisierung.

Explizit soll mit der Gesetzesänderung auch der Handschlag im Unterricht eingefordert werden können. Schülerinnen und Schüler sollen zudem zur Achtung der «hiesigen gesellschaftlichen Werte und Rituale» verpflichtet werden.

Handschlag-Affäre Therwill: Bildungsdirektorin will Handschlag-Gesetz play
Soll keine Nachahmer finden: Handschlag-Verweigerer N. von Therwil. Facebook

Von ihrem Vorgehen erhofft sich Gschwind eine Signalwirkung. «Es muss allen klar sein, dass man sich bei uns an gewisse Regeln und Gepflogenheiten zu halten hat. Ein diskriminierendes Verhalten wie die Handschlagverweigerung wird nicht toleriert und kann Konsequenzen zur Folge haben.»

Letzte Konsequenz: Landesverweis!

Wie diese Konsequenzen aussehen, ist noch unklar. In Extremfällen könnten Verstösse gegen die Lex Handschlag beispielsweise zur Ablehnung eines Einbürgerungsgesuchs führen. Als Ultima Ratio könnte gar der Landesverweis erwogen werden, sagt Gschwind.

Das letzte Wort hat das Volk. Da die Kantonsverfassung geändert würde, wird es zum Urnengang kommen. (gr)

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 11.12.2016
teilen
teilen
0 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

8 Kommentare
  • Toni  Riess aus Buch
    09.12.2016
    Bei uns war das Gang und Gäbe. Anstehen und nacheinander Handschlag beim Grüezi und Wiedersehen. Hat nicht geschadet und tat überhaupt nicht weh.
  • Thomas  Kopp aus Buochs
    08.12.2016
    Es geht prinzipiell nicht um den Handschlag sondern darum unsere Regeln und Gebräuche zu respektieren. Wir müssen uns in Ihren Ländern auch den Örtlichen Regeln anpassen also haben Sie sich auch unseren Regeln anzupassen. Ich darf gar nicht daran denken was mit uns passieren würde wenn wir uns nicht an Ihre Regeln halten würden. Für den der nicht dazu bereit ist und meint Er könne machen was Er will gibt es nur eine Lösung, One Way Ticket nach Hause, da kann Er dann so leben wie Er will.
    • Benjamin  G. 09.12.2016
      Das sehen Sie etwas Falsch nach meiner Auffassung von Freiheit.
      Das Gesetze, die die Würde wahren geachtet und befolgt werden müssen ist glaube ich jedem klar.

      Aber was Traditionen, Bräche und Regionale Lebensweisen angeht ist es jedem sein freies Recht nicht an diesen Teilzuhaben.
  • Adrian  Engler , via Facebook 08.12.2016
    Als ich zur Schule ging, gab es auch kein so lächerliches Handschlag-Ritual. Wenn einige Leute ein solches absurdes Ritual veranstalten wollen, können sie dies ja tun, aber es sollte selbstverständlich sein, dass die Teilnahme an solchen Ritualen freiwillig ist. Auf jeden Fall sollte es niemandem von denen, die für eine gesetzliche Handschlag-Pflicht eintreten, mehr in den Sinn kommen, zu behaupten, sie seien liberal. Durch einen solchen Zwang werden die freiheitlichen Werte aufgegeben.
  • Beat  Schenker aus Lugano
    08.12.2016
    Finde das Händegeben sympathisch, und hätte damit kein Problem, aber muss das wirklich sein.

    Kann mich nicht erinnen das während meiner Schulzeit es irgendwo üblich war die Hand zu geben. Es gab Sie zB am ersten Schultag, oder am Ende das Jahres, war aber mehr oder weniger spontan. Wir wurden vom Lehrer/Lehrerin jeweil an der Türe Empfangen und es wurde der Name ausgetauscht.
  • Beat  Küng aus Bellinzona
    08.12.2016
    Dazu braucht es kein weiteres Gesetz. Wer den Anstand verweigert und unsere Kultur verachtet, der ist nicht integrationswillig. Bei so einem ist die Ausschaffung nicht die letzte Instanz, sondern die erste. Und es wäre mir vollkommen egal, woher der Querulant kommt und ob ihn sein Land auch wieder zurück nimmt oder nicht. Der wird ohne wenn und aber abgeschoben, da er unsere öffentliche Sicherheit gefährdet.