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Der Anstich im Stücki Shopping letztes Wochenende.
(ZVG)BASEL - Mehrere Oktoberfeste in der Region öffnen erstmals ihre Tore – das Blaue Kreuz sieht rot.
In der Region Basel spriessen die Oktoberfeste wie Pilze aus dem Boden. Egal ob in der Messehalle oder am Barfi – überall wird in diesen Tagen geschunkelt und Bier getrunken.
Zum ersten Mal sind in diesem Jahr die Wiesn im Stücki Shopping zu Gast. «Bei uns findet nicht ein Oktoberfest, sondern DAS Oktoberfest statt», sagt Jan Tanner, der Center-Manager. Seit dem 22. September spielt im Stücki Shopping von 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr Live-Musik.
«Anlässlich des dritten Geburtstags des Shoppingcenters suchten wir ein passendes Thema», begründet Tanner den Entscheid, ein Oktoberfest durchzuführen. Dabei handle es sich jedoch um einen Familienanlass und nicht um ein Saufgelage, betont Tanner. Die Strategie scheint aufzugehen. Die Umsatzzahlen seien sehr erfreulich, sagt Tanner.
2500 bis 3000 Liter Bier
Das neue Oktoberfest stellt jedoch für bestehende Feste keine Konkurrenz dar. Im Zic Zac in Allschwil BL startet morgen Abend die 17. Ausgabe des Oktoberfests. Und es läuft besser denn je: «In diesem Jahr hatten wir so viele Reservationen wie noch nie. Die Wochenenden sind bereits ausgebucht», sagt Urs Kohler, Inhaber des Zic Zacs.
Grund: «Die Jungen interessieren sich mehr für diese Musik. Ausserdem haben wir ein bekanntes, bewährtes Konzept», sagt Kohler. In den letzten Jahren flossen im Zic Zac an einem Abend zwischen 2500 und 3000 Liter Bier.
Exzessiver Konsum bei Jugendlichen
Diese Zahl bereitet dem Blauen Kreuz Sorgen. Zwar nehme der generelle Alkoholkonsum bei Jugendlichen eher ab, sagt Paul Rohrbach, Fachmitarbeiter des Blauen Kreuzes Baselland. «Eine Studie zeigt jedoch, dass der exzessive Konsum bei Jugendlichen nach wie vor besorgniserregend hoch ist.»
Das Blaue Kreuz sucht daher für die Prävention die Zusammenarbeit mit den Organisatoren der jeweiligen Veranstaltungen.
Hier wollen die Abstinenzler vor allem sensibilisieren, denn die Organisatoren eines Oktoberfests tragen eine grosse Verantwortung. «Die meisten Besucher gehen ja schliesslich wegen des Bierkonsums ans Oktoberfest», sagt Rohrbach.
Er rät daher allen Besuchern, das Auto zu Hause stehen zu lassen. (woz)
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