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Katholische Feiertage wie Mariä Himmelfahrt werden nur noch von einer kleinen Minderheit ernsthaft begangen. Der 15. August, der höchste Marienfeiertag, sei für die meisten in den katholischen Gebieten nur noch ein willkommener freier Tag, sagte Markus Ries in einem Interview der «Surseer Woche».
Der Luzerner Professor glaubt nicht, dass sich Feiertage wie Mariä Himmelfahrt noch lange halten können.
Katholiken sollen ihre Feiertage abtreten
Ries schlägt deshalb vor, dass die Katholiken einige ihrer Feiertage an andere Religionen abgeben, die in der Schweiz ein gewisses Gewicht erlangt haben. «Warum also beispielsweise nicht zwei freie Tage für die beiden höchsten Feiertage der Muslime?»
Der Vorschlag von Ries sähe vor, das Ende des Fastenmonats Ramadan mit dem Fest Bayram zu feiern.
Bayram und das islamische Opferfest sind die beiden höchsten Feiertage des Islam. Nun will sie der Luzerner Professor auch in der Schweiz als offizielle Feiertage.
Der Kirchenhistoriker ist sich bewusst, dass sein Vorschlag kaum realisiert wird. Immer weniger Leute hätten Verständnis dafür, wenn die einen den anderen wegen ihres Glaubens vorschreiben, was sie zu tun hätten.
Islamische Feiertage als Vorteil für alle
Ries sieht bei seinem Vorschlag auch Vorteile für die Ökumene. Gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz von Schweizer Radio DRS sagte er, jeder solle seine Religion praktizieren können.
Dies wäre aber nicht neu: In der Schweiz herrscht bereits jetzt Religionsfreiheit.
Neu wären hingegen die muslimischen Feiertage.
Ob sich die Kinder in Zukunft weiterhin mit «Schöni Wiehnachte!» oder eher mit «Schöne Ramadan!» in die Ferien verabschieden, ist noch ungewiss.
Der Widerstand konservativer Kräfte ist auf jeden Fall gewiss. (sda/odj)
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