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Schweinegrippe: Babys sind völlig schutzlos

ZÜRICH – Die Schweiz beklagt das erste Todesopfer der Schweinegrippe: Ein 5 Monate altes Baby. Gerade Neugeborene und Babys unter einem Jahr sind dem H1N1-Virus schutzlos ausgeliefert – denn die Ärzte stehen vor einem Dilemma.

Aktualisiert um 11:03 | 18.11.2009
Bei unseren Nachbarn steigt die Zahl der Schweinegrippe-Toten rasant an: In Deutschland starben bis jetzt 22 Menschen, in Italien 53, in Frankreich fielen sieben Personen der Grippe zum Opfer und in Österreich bislang einer. In der Schweiz liegen wegen der neuen Grippe bislang zwölf Menschen auf der Intensivstation.

Auch Deutschland beklagt heute sein jüngstes Opfer der Schweinegrippe: Ein sieben Monate altes Mädchen. Das Kind litt an einer chronischen Vorerkrankung. Auch ein 21 Monate alter Junge mit Herzfehler starb. Es wird untersucht, ob die Impfung gegen die Grippe sich bei ihm tödlich auswirkte.

Medi-Folgen ungewiss, keine Impfung


Tatsächlich gehören Babys zur allergrössten Risikogruppe. Denn sie sind den Schweinegrippe-Erregern schutzlos ausgeliefert: Eine Impfung für die Kleinsten gibt es keine, und die Ärzte haben praktisch keine Erfahrung mit dem Grippe-Medikament bei Säuglingen. Tamiflu etwa ist nicht für Neugeborene und Babys unter einem Jahr zugelassen.

Doch erkrankt ein Baby, setzen Ärzte das Medikament dennoch ein, allerdings «mit Bauchschmerzen», wie Professor Reinhard Berner von der Uniklinik Freiburg im Breisgau gegenüber dem «Hamburger Abendblatt» sagt. Das Dilemma der Ärzte: Es gibt keine belegten Untersuchungen, welche Dosis man einem Neugeborenen oder einem Säugling von drei Monaten geben kann. «Wenn ein Säugling 40 Grad Fieber hat, muss man als Arzt abwägen, ob man Tamiflu gibt, obwohl es dazu bisher keine belastbaren Daten gibt – oder ob man Tamiflu nicht gibt und in Kauf nimmt, dass es zu einem schweren Verlauf mit möglicher Todesfolge kommt», sagt Berner.

Schützen das Wichtigste


Vorbeugen ist damit das einzige sichere Mittel, das ihr Kleinkind vor der Schweinegrippe schützt: Impfen Sie sich, um ihr Kind nicht anzustecken. Babys sollten nicht von jedem Bekannten geherzt und geküsst werden. Manche empfehlen auch das Tragen eines Mundschutzes – was im alltäglichen Familienleben aber etwas merkwürdig anmuten dürfte. (gux)
Das sagen Blick.ch-Leser
Hedinger Daniel, Pfäffikon - 16:59 | 18.11.2009
» War das Kind allgemein Geimpft? Das könnte der Grund sein, wieso das Immunsystem geschwächt wurde. Nicht die Krankheit sondern das Gift der Impfstoffe ist schuld!
Robert Aeschlimann, Bern - 11:54 | 18.11.2009
» Waren die Aerzte geimpft?
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