Baby († 10 Monate) aus Frauenfeld starb bei Horror-Crash «Nichts bringt uns Dijana zurück»

FRAUENFELD TG - Mitte Oktober donnerte ein Auto bei Würzburg (D) in den Wagen der Familie P. aus Frauenfeld. Baby Dijana († 10 Monate) starb im Wrack. Jetzt sind die Eltern zurück in der Schweiz.

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Dijana starb, bevor ihr Leben richtig begann. Das Mädchen aus Frauenfeld wurde nur zehn Monate alt. «Sie war so ein fröhliches Baby», sagt Mutter R. P.* (26). Mama und Kind sassen zusammen mit Familienvater M. P.* (26) im VW Golf, der Mitte Oktober bei Würzburg (D) in einen Horrorcrash verwickelt war. Ein entgegenkommendes Auto, besetzt mit zwei Erwachsenen und drei Kindern, kam auf die Gegenfahrbahn, erfasste die Thurgauer frontal. 

«Wir waren gerade auf dem Rückweg vom Besuch einer Tante», so die Mutter. Sie sass mit ihrem Baby auf dem Rücksitz.

Vater holte Dijana aus dem Wrack

«Ich kann mich nur erinnern, wie uns plötzlich dieses Auto entgegenkam. Mein Mann bremste noch, dann knallte es.» Die junge Mutter liegt 18 Tage im Spital. Ihre Haare sind abrasiert, eine dicke Naht zieht sich quer über den Schädel. Das Bein ist gebrochen. Auch ihr Ehemann kommt auf die Intensivstation.

Das Ehepaar war nach dem Crash immer bei Bewusstsein. Vater M. hatte die kleine Dijana noch aus dem Auto geholt. «Mein Mann drückte sie einem Ersthelfer in die Hände, dann brach er zusammen», so die Detailhandels-Angestellte. Im Spital kämpfte die kleine Dijana um ihr Leben. Vergeblich. In der Nacht wurde sie für tot erklärt. «Sie wäre genau zehn Monate alt geworden», sagt die Mutter.

Besonders die Nächte sind schlimm

Nun ist das Ehepaar wieder zu Hause in Frauenfeld. Vor der Rückkehr haben Angehörige die Babysachen mitgenommen. «Sonst wäre es für meinen Mann und mich noch schwieriger geworden.» Besonders die Nächte sind für die Mutter schlimm: «Dijana hat immer bei uns im Bett geschlafen. Jetzt liegt sie unter der Erde.»

Eine Frage quält die Eltern von Dijana: Warum geriet der Touran auf die Gegenfahrbahn? Die Ermittlungen dazu laufen. Empfindet die Mutter Hass? «Nein», sagt sie. «Die hatten auch Kinder im Auto. Sie lagen noch immer im Spital, als wir entlassen wurden. Ihnen ist klar: «Nichts und niemand bringt uns Dijana zurück, damit müssen wir leben lernen.» 

*Namen der Redaktion bekannt

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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5 Kommentare
  • Henri  Hess 19.11.2016
    Schon sehr traurig, aber ganz unschuldig sind die beiden auch nicht, denn es ist ja auch riskant, mit einem Kind mit dem Auto so weit zu reisen, denn das Auto ist ein unsicheres Verkehrsmittel. Zudem fuhren die beiden einene alten Golf, der auch unsicher ist. Hätte das Paar den Zug genommen oder hätte zu Hause was Schönes unternommen, so wäre das Kind nicht tot.
    • Marc  Stone , via Facebook 19.11.2016
      Herr Hess...
      Taktlos? Pietätlos? Wie können Sie einen solchen Kommentar verfassen? Was genau bewegt Sie dazu das zu tun? Ihr Kommentar macht mit sprachlos und sehr traurig!
      Ich wünsche den Eltern die Kraft, das ganze verarbeiten zu können. Die Kraft, das Leben wieder leben zu können und die Kraft wieder Freude und Glück empfinden zu können.

      Herrn Hess wünsche ich Mitgefühl und hoffe, dass er zukünftig solche Kommentare unterlässt.
  • Lionel Werren,  der Klartexter 18.11.2016
    Waren sie auch korrekt angeschnallt? Ich sehe immer wieder Mütter, die ihre Babys auf den Schoss nehmen und sich dann mit dem Baby zusammen anschnallen. Das ist bei einem Crash absolut tödlich für das Baby, es wird zwischen Gurt und Mutter erdrückt.
    • drafi  schweizer aus berg
      18.11.2016
      und das ist jetzt ihre grösste Sorge, die Frage nach dem Angeschnallt oder nicht, was ändert das jetzt, die ganze Geschichte ist traurig genug, und da kommen sie mit dieser Frage, ich verstehe das nicht
  • Thomas  Zürcher 18.11.2016
    Traurig sehr traurig das ganze!So grausam kann das Schicksal manchmal sein.Die Eltern überlebten zwar schwer verletzt aber die seelischen Wunden werden niemals ganz heilen.Egal, auf welche Art und Weise und in welchem Alter es passiert, sein eigenes Kind zu verlieren ist das Schlimmste.Die Eltern können zwar lernen damit zu leben aber man wird nicht mehr der selbe Mensch sein.Wünsche den Eltern viel Kraft und Gesundheit auf ihrem weiteren Lebensweg.