Ausgerechnet an seinem Hausberg Rega muss Bernhard Russi retten

ANDERMATT UR - Abseits der Piste gerät der ehemalige Skistar Bernhard Russi am Gemsstock in Bergnot. Zum Glück sind in der Gegend gerade Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee unterwegs.

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Bernhard Russi (67) kennt das Gebiet um das Bergdorf Andermatt wie seine Westentasche. Ausgerechnet dort ist der ehemalige Abfahrts-Weltmeister in Bergnot geraten – abseits der Piste. Wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet, ist Russi bei der anspruchsvollen Abfahrt im Skitouren-Gebiet Gafallenlücke beim Gemsstock (2961 m) ein Unfall passiert. Er erlitt einen so harten Schlag auf sein schon vorher lädiertes Knie, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war. 

In seiner misslichen Lage versuchte er per Handy die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) zu alarmieren. Vergeblich. Russi hatte keinen Empfang – dafür aber grosses Glück im Unglück. Denn im gleichen Gebiet war eine Gruppe von Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee samt Bergführer unterwegs. Sie beobachteten, dass etwas nicht stimmte, und eilten zu Hilfe.

Per Militärfunk versuchten die Soldaten, mit der Rega Kontakt aufzunehmen. Und da gehen die Versionen der Geschichte auseinander. Wie ein Beteiligter sagt, riss die Verbindung ab. Wonach ein Soldat mit Fellen an den Skiern einige hundert Meter in die Höhe stieg, wo ehr nach eigenen Angaben den Alarm auf die genaue Stelle durchgeben konnte.

Russi hingegen sagt zur «Schweiz am Sonntag», der Militär-Funk habe gar nicht funktioniert, sonder zum Schluss habe er selber mit dem Handy die Rega erreicht. Im Übrigen sei er «nie wirklich in Not» gewesen.

Wie dem auch sei: Die Rega kam und flog Russi mit einem Helikopter direkt in ein Spital. Mittlerweile sei er am Knie operiert worden und es gehe ihm wieder besser, so Russi.

41 Stunden verschollen

Rettung des deutschen Snowboarders an der Gafallenlücke. play
Rettung des deutschen Snowboarders an der Gafallenlücke. Rega
 

Es ist nicht das erste Mal in diesem Winter, dass ein Rettung an der Gafallenlücke Schlagzeilen macht. Vor wenigen Wochen verirrte sich dort ein deutscher Snowboarder im Nebel. 41 Stunden verbrachte er in einem Jägerunterstand - bis er von der Rega gerettet wurde. Auch der Snowboarder hatte keinen Handyempfang - und schrieb mit blauer Farbe S.O.S. in den Schnee. (rey)

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 07.04.2016
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18 Kommentare
  • Hermann  Kuch aus Uznach
    28.03.2016
    Russi, der Hansdampf in allen Gassen, (vor Allem in den Werbungen) tut alles daran, damit er vorteilhaft in den Medien rüberkommt, was halt leider auch nicht stimmt. Seine Kommentare während der Weltcupsaison sind nicht zu geniessen. Wir schalten immer um, auf andere Kanäle.
  • Max  Payne 28.03.2016
    "Er erlitt einen so harten Schlag auf sein schon vorher lädiertes Knie, dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war."
    In Not war er nie, aber trotzdem auf die Rega angewiesen???
    "In seiner misslichen Lage versuchte er per Handy die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) zu alarmieren. Vergeblich. Russi hatte keinen Empfang"
    Und dann plötzlich doch???
    So viele Wiedersprüche....
  • Mike  Müller aus Zürich
    27.03.2016
    Russi ist mit seiner unangenehmen Stimme leider alles andere denn ein Sympathieträger für SRF und die Schweiz. Wohl deshalb wurde es auch nichts mit seiner Gesangskarriere (siehe Youtube-Video - ein absoluter Brüller). Aber trotzdem ist es ihm gelungen, sich überall in den Vordergrund zu drängen........
    • anton  lienhard 27.03.2016
      Immerhin ist Russi Olympia-Goldmedaillen-Gewinner und hat diverse Weltcup-Rennen gewonnen, im Gegensatz zu Ihnen, Herr Müller.
    • Mike  Müller aus Zürich
      28.03.2016
      «Anton» zieh die Bremse an. Weltmeister ist er auch noch geworden. Ist ja schön für ihn und war ihm zu gönnen. Aber was haben du + ich heute noch davon, 40 Jahre später? Aber wird ein Mensch in der Öffentlichkeit, der einem anderen Menschen geholfen oder gar das Leben gerettet hat, nach 40 Jahren immer noch gefeiert und gehuldigt........?
    • Mike  Müller aus Zürich
      28.03.2016
      «Anton» zieh die Bremse an. Weltmeister ist er auch noch geworden. Ist ja schön für ihn und war ihm zu gönnen. Aber was haben du + ich heute noch davon, 40 Jahre später? Die Rennen hat er ja für sich gewonnen. Oder hat er dir jemals etwas von seinen Werbeeinnahmen abgegeben? Und wird ein Mensch in der Öffentlichkeit, der einem anderen Menschen geholfen oder gar das Leben gerettet hat, nach 40 Jahren immer noch gefeiert und gehuldigt........?
  • Franz  Bugg , via Facebook 27.03.2016
    Wie kann man nur so arrogant sein. Dankbarkeit wäre eher am Platz. Ob einstige Berühmtheit den Charakter verdirbt? Gute Besserung!
  • Maxi  Niederberger 27.03.2016
    Er war wohl nicht in Not. aber warum ist er dann am Knie operiert worden?