Waldbrände im Graubünden und im Tessin Bundesrat Parmelin kündigt Besuch im Misox an

Im Süden der Schweiz wüten die Flammen. Im Misox, in der Leventina und im Calancatal bekämpft die Feuerwehr drei schlimme Waldbrände. Jetzt will sich sogar ein Bundesrat ein Bild vor Ort verschaffen.

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Im Gebiet zwischen Misox und Soazza GR ist seit Dienstagabend ein grossflächiger Waldbrand im Gang. Auch oberhalb von Chironico TI in der Leventina wüten die Flammen seit Dienstag in einem Waldstück. Gestern Abend kam bei Braggio GR im Calancatal ein weiteres Feuer hinzu.

Waldbrände im Graubünden & Tessin: Parmelin reist nach Misox play
Oberster Katastrophenschützer: VBS-Chef Guy Parmelin besucht heute die Brandregion im Misox.

Löschhelikopter fliegen heute pausenlos Wasser zu den Brandherden. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) schreibt von einem Grosseinsatz der Schweizer Luftwaffe. Sieben Super Pumas der Armee stehen in den Bündner Brandgebieten und in der Leventina im Dauereinsatz. VBS-Vorsteher Guy Parmelin hat für heute Nachmittag einen Besuch im Brandgebiet von Misox angekündigt.

Verheerender Wind

Die Brände seien zwar unter Kontrolle, erklärt die Kantonspolizei Graubünden. Doch die Lage im Misox bleibt angespannt: «Die Brandfläche hat sich aufgrund der starken Winde von anfangs 200 Meter mal 600 Meter auf 600 Meter mal rund 1200 Meter ausgebreitet.»

Bereits am Dienstagabend musste die Autostrasse A13 sowie die Hauptstrasse H13 wegen Steinschlaggefahr gesperrt werden. Gestern Nachmittag wurde die Sperre vorübergehend aufgehoben. In der Nacht auf heute musste die Hauptstrasse H13 wieder gesperrt werden.

Löschhelikopter der Armee im Einsatz

«Die Distanz des Brandherds zu den beiden Dörfern Misox und Soazza beträgt je rund 500 Meter», schreibt die Bündner Polizei weiter. Am Dienstagabend hätten in Misox vier Personen aus zwei Wohnhäusern evakuiert werden müssen. Seit der Nacht auf heute ist in Misox ein weiteres Haus wegen Steinschlaggefahr nicht zugänglich. Zusätzliche Massnahmen werden nicht ausgeschlossen: «Weiter Evakuationen oder Strassensperrungen erfolgen lagebedingt.»

Flammen näherten bis 50 Meter an Siedlung

Der Waldbrand in der Leventina konnte unter Kontrolle gebracht werden, wie die Tessiner Kantonspolizei gestern mitteilte. Die Löscharbeiten gingen den Angaben zufolge jedoch weiter. 40 Feuerwehrmänner und vier Helikopter stünden tagsüber im Einsatz. Über Nacht überwachten zehn Feuerwehrmänner den Brand.

Das Feuer im Tessin war von Jugendlichen verursacht worden, als sie im Freien Holz anzündeten. Die Flammen breiteten sich wegen des trockenen Bodens und des Windes unerwarteterweise zu einem Waldbrand aus.

Der Waldbrand nördlich des Dorfes Braggio GR im Calancatal wütet auf einer Fläche von rund 200 mal 300 Meter. Die Flammen näherten sich bis gut 50 Meter an die Siedlung, wie die Bündner Polizei schreibt. Evakuationen mussten keine vorgenommen werden. (noo/SDA)

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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8 Kommentare
  • Heinrich  Ochsner 29.12.2016
    für was reist denn der Hr. Parmelin ins Tessin? Gaffer nützen am wenigstens und er kann ja maximal die Löscharbeiten aufhalten!
  • Ueli  Sommaruga aus Cebu City
    29.12.2016
    Frueher wo es noch erlaubt war in Restaurants und oeffentlichen Gebaeuden zu rauchen sind solche Braende nicht entstanden... heute wo nur noch im Freien geraucht werden darf sind solche Faelle vorprogramiert..
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      29.12.2016
      Klar, früher hat niemand draussen geraucht.
      Seltsame Logik.
      Vielleicht liegts einfach daran, dass es seit Wochen nicht mehr geregnet hat? Ausserdem wurde einer der Brände durch ein Lagerfeuer entfacht.
    • Marco  Weber 29.12.2016
      Da haben Sie absolut recht! Früher gab es nie Waldbrände! Die gibt es erst seit dem Rauchverbot..... Wahnsinnig Intelligente Logik!
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 29.12.2016
    Schon krass seit 140 jahren gab es nie so ein trockenen Dezember wie jetzt. Das ist schon einen Gedanken wert.
    Gruass us Chur Gregor
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      29.12.2016
      In 140 Jahren gab es genau 140 Dezember. Also muss ja einer davon der trockenste sein. Zudem, wie genau waren die Messungen vor 140 Jahren?
    • Marco  Weber 29.12.2016
      Herr Brechbühl wieder mal zum Mittagessen zu viel getrunken, oder klappt das mit dem Leseverständniss auch nicht mehr so ganz?