Formel 1 im Kleinformat: Gekämpft wird wie bei den Grossen
von dajan roman | Aktualisiert um 23:31 | 29.04.2007
STÄFA ZH – Was nur sucht F-1-Pilot Nick Heidfeld auf internationalen Rennstrecken? Auch in seinem Wohnort Stäfa gehts zu wie in der Formel 1 – nur kleiner.
Diashow
«So ein Offroader ist definitiv kein Spielzeug mehr. Es ist Autorennsport ...», Dieter Schmid. (Toini Lindroos)
Sonntagmorgen. Ein Bilderbuchtag kündigt sich an. Jeder will an die Sonne. Jeder?
Den 80 Teilnehmern der Schweizermeisterschaft für ferngesteuerte Autos ist das Wetter egal. In der Mehrzweckhalle hoch über Stäfa konzentrieren sie sich lieber auf den 150 Meter langen Teppichboden, drei bis vier Meter breit.
Und auf das Tüfteln und Basteln. Schon ab acht Uhr morgens wird knallhart um die Qualifikation für die Finalläufe gekämpft. Wer im Training vom Samstag nicht die richtige Abstimmung gefunden hat, muss jetzt nochmals Gas geben.
Stäfas berühmtester Einwohner, Formel-1-Pilot Nick Heidfeld, würde sich wundern. Da ist die Rede von zu harten Stossdämpfern, falscher Radstellung oder falschem Öl. Jeder Fahrer hat ein ganzes Arsenal von Ersatzteilen, Schrauben und Werkzeugen dabei.
Noch die Batterien aufladen. Schliesslich fährt man hier umweltfreundlich. Jetzt noch das Chassis drauf – und ab zum Start.
«So ein Offroader ist definitiv kein Spielzeug mehr. Es ist Autorennsport im Massstab 1:10», sagt der vierfache Schweizer Meister Dieter Schmid (39) aus Kirchleerau AG.
Der amtierende Champion bei den Vierradantrieben erklärt: «Es wird um Zehntel gekämpft. Fünf bis sechs Fahrer können locker innerhalb einer Sekunde qualifiziert sein.»
Auch die Reifenwahl ist heikel: «Im Normalfall machen die Reifen 60% aus!»
Aber nicht heute. Denn auf dem Teppichboden funktioniert nur eine Reifenart. Normal wird draussen auf Lehm und Dreck gefahren.
Der zweifache Familienvater Schmid investiert viel Zeit und Geld: «Ich trainiere zwei- bis dreimal in der Woche je vier bis fünf Stunden. Und eine Saison kann schon mal 3000 Franken kosten!»
Jeder will gewinnen. Aber die Stimmung bleibt familiär. Das ist es auch, was vielen an diesem Sport gefällt. Etwa René Graf (40) aus Wittenbach SG: «Mich fasziniert die Technik und vor allem die Kollegialität unter den Fahrern. Just for fun eben.»
Jeder hier ist ein Technik-Freak. Aber es ist keine Materialschlacht wie in der grossen Formel 1. Die Fahrweise – da ist man sich einig – bleibt das Wichtigste.
In der Qualifikation fuhr noch jeder gegen die Zeit. Doch jetzt nehmen die Boliden Startaufstellung wie in der Formel 1. Final.
Jeder Fahrer ist konzentriert, will der Schnellste sein. Hier gibts einen Unfall, da muss der Streckenposten einen Wagen wieder auf die Strecke hieven.
Alles kein Problem. Ist ja der erste Lauf der Meisterschaft. Es gibt noch drei. Und schliesslich sind die Fahrer vor allem wegen einem hier: den Kollegen.
Den 80 Teilnehmern der Schweizermeisterschaft für ferngesteuerte Autos ist das Wetter egal. In der Mehrzweckhalle hoch über Stäfa konzentrieren sie sich lieber auf den 150 Meter langen Teppichboden, drei bis vier Meter breit.
Und auf das Tüfteln und Basteln. Schon ab acht Uhr morgens wird knallhart um die Qualifikation für die Finalläufe gekämpft. Wer im Training vom Samstag nicht die richtige Abstimmung gefunden hat, muss jetzt nochmals Gas geben.
Stäfas berühmtester Einwohner, Formel-1-Pilot Nick Heidfeld, würde sich wundern. Da ist die Rede von zu harten Stossdämpfern, falscher Radstellung oder falschem Öl. Jeder Fahrer hat ein ganzes Arsenal von Ersatzteilen, Schrauben und Werkzeugen dabei.
Noch die Batterien aufladen. Schliesslich fährt man hier umweltfreundlich. Jetzt noch das Chassis drauf – und ab zum Start.
«So ein Offroader ist definitiv kein Spielzeug mehr. Es ist Autorennsport im Massstab 1:10», sagt der vierfache Schweizer Meister Dieter Schmid (39) aus Kirchleerau AG.
Der amtierende Champion bei den Vierradantrieben erklärt: «Es wird um Zehntel gekämpft. Fünf bis sechs Fahrer können locker innerhalb einer Sekunde qualifiziert sein.»
Auch die Reifenwahl ist heikel: «Im Normalfall machen die Reifen 60% aus!»
Aber nicht heute. Denn auf dem Teppichboden funktioniert nur eine Reifenart. Normal wird draussen auf Lehm und Dreck gefahren.
Der zweifache Familienvater Schmid investiert viel Zeit und Geld: «Ich trainiere zwei- bis dreimal in der Woche je vier bis fünf Stunden. Und eine Saison kann schon mal 3000 Franken kosten!»
Jeder will gewinnen. Aber die Stimmung bleibt familiär. Das ist es auch, was vielen an diesem Sport gefällt. Etwa René Graf (40) aus Wittenbach SG: «Mich fasziniert die Technik und vor allem die Kollegialität unter den Fahrern. Just for fun eben.»
Jeder hier ist ein Technik-Freak. Aber es ist keine Materialschlacht wie in der grossen Formel 1. Die Fahrweise – da ist man sich einig – bleibt das Wichtigste.
In der Qualifikation fuhr noch jeder gegen die Zeit. Doch jetzt nehmen die Boliden Startaufstellung wie in der Formel 1. Final.
Jeder Fahrer ist konzentriert, will der Schnellste sein. Hier gibts einen Unfall, da muss der Streckenposten einen Wagen wieder auf die Strecke hieven.
Alles kein Problem. Ist ja der erste Lauf der Meisterschaft. Es gibt noch drei. Und schliesslich sind die Fahrer vor allem wegen einem hier: den Kollegen.
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