Bundesrat Leuenberger hilft dem Terminator
von reto kohler | Aktualisiert um 00:15 | 13.11.2006
BERN – Arnold Schwarzenegger kämpft an vorderster Front gegen den Klimawandel. In Nairobi bekommt der Terminator auch Unterstützung von Bundesrat Moritz Leuenberger.
Arnold Schwarzenegger als Tankwart. In sein Hummer-Monster füllt er nur noch Wasserstoff ein. (Keystone)
Arnold Schwarzenegger (59). Der Bodybuilder. Der letzte Action-Held. Der republikanische Gouverneur von Kalifornien. Just er, der für grosse Autos und grosse Zigarren schwärmt, ist plötzlich ein Öko-Freak.
Vor zwei Jahren hat er seinen Hummer-Jeep – das rollende Feindbild der Klimaschützer – umbauen lassen. Schwarzenegger fährt nun einen Hummer, der mit Wasserstoff betrieben wird – und deshalb keine gefährlichen Treibhausgase ausstösst.
Damit nicht genug. Der Terminator will die Klimasünden seiner Landsleute beenden. Zusammen mit dem politischen Feind, den Demokraten, arbeitet er an einem Gesetz, das den Schadstoff-Ausstoss Kaliforniens bis 2025 um 25 Prozent senken soll.
Die Wähler haben ihn für seinen Mut belohnt. Schwarzenegger wurde letzte Woche mit einem Glanzresultat für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Politiker aus aller Welt haben inzwischen gemerkt, dass Klimaschutz zuoberst auf die Agenda gehört – damit kann man bei den Wählern punkten.
Bundespräsident Moritz Leuenberger ist schon lange auf dieser Linie. Am Klimagipfel in Nairobi wird er einen Schweizer Vorstoss zur Bewältigung der Klimakrise präsentieren.
Leuenbergers Idee: eine globale CO2-Abgabe nach Schweizer Vorbild. Wer das gefährliche Treibhausgas ausstösst, soll dafür bezahlen. Das Geld kommt in einen Fonds. Was damit geschehen soll, verrät Leuenberger in Nairobi.
Ob Leuenbergers Vorschlag je umgesetzt wird, ist unsicher. Umso erfreulicher deshalb, dass manche Unternehmer schon jetzt handeln.
Allen voran der britische Abenteurer Sir Richard Branson (56). Er ist Gründer des Virgin-Imperiums. Sein Geschäft sind Musik, Cola und Flugreisen. Vor einigen Wochen gab Branson eine spektakuläre Entscheidung bekannt:
Er will in den kommenden 10 Jahren 4 Milliarden Franken in die Erforschung und Entwicklung «grüner» Treibstoffe investieren. Das entspricht dem ganzen Erlös seines Reisegeschäfts in dieser Periode.
Branson findet klare Worte: «Wir müssen unbedingt Alternativen zu Öl und Kohle finden. Sonst ist die Katastrophe nicht mehr abzuwenden.»
Hoffentlich macht sein Beispiel Schule.
Vor zwei Jahren hat er seinen Hummer-Jeep – das rollende Feindbild der Klimaschützer – umbauen lassen. Schwarzenegger fährt nun einen Hummer, der mit Wasserstoff betrieben wird – und deshalb keine gefährlichen Treibhausgase ausstösst.
Damit nicht genug. Der Terminator will die Klimasünden seiner Landsleute beenden. Zusammen mit dem politischen Feind, den Demokraten, arbeitet er an einem Gesetz, das den Schadstoff-Ausstoss Kaliforniens bis 2025 um 25 Prozent senken soll.
Die Wähler haben ihn für seinen Mut belohnt. Schwarzenegger wurde letzte Woche mit einem Glanzresultat für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Politiker aus aller Welt haben inzwischen gemerkt, dass Klimaschutz zuoberst auf die Agenda gehört – damit kann man bei den Wählern punkten.
Bundespräsident Moritz Leuenberger ist schon lange auf dieser Linie. Am Klimagipfel in Nairobi wird er einen Schweizer Vorstoss zur Bewältigung der Klimakrise präsentieren.
Leuenbergers Idee: eine globale CO2-Abgabe nach Schweizer Vorbild. Wer das gefährliche Treibhausgas ausstösst, soll dafür bezahlen. Das Geld kommt in einen Fonds. Was damit geschehen soll, verrät Leuenberger in Nairobi.
Ob Leuenbergers Vorschlag je umgesetzt wird, ist unsicher. Umso erfreulicher deshalb, dass manche Unternehmer schon jetzt handeln.
Allen voran der britische Abenteurer Sir Richard Branson (56). Er ist Gründer des Virgin-Imperiums. Sein Geschäft sind Musik, Cola und Flugreisen. Vor einigen Wochen gab Branson eine spektakuläre Entscheidung bekannt:
Er will in den kommenden 10 Jahren 4 Milliarden Franken in die Erforschung und Entwicklung «grüner» Treibstoffe investieren. Das entspricht dem ganzen Erlös seines Reisegeschäfts in dieser Periode.
Branson findet klare Worte: «Wir müssen unbedingt Alternativen zu Öl und Kohle finden. Sonst ist die Katastrophe nicht mehr abzuwenden.»
Hoffentlich macht sein Beispiel Schule.
Moritz Leuenberge rals CO2-Schmöcker. Präsentiert in Nairobi die Schweizer Lösung des CO2-Problems. (Keystone)
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