«Maulwurf» will bei CIA-Ermittler Marty aussagen
VON BEAT KRAUSHAAR UND ARNAUD BEDAT | Aktualisiert um 15:45 | 11.05.2006
LAS PALMAS (Spanien)/ BERN Jetzt wird es ungemütlich für den Inland-Geheimdienst. «Maulwurf» Claude Covassi (35) will FDP-Ständerat und CIA-Ermittler Dick Marty seine Spitzel-Arbeit offenlegen.
«Ich bin im Besitz von Informationen, die für die Sicherheit der Schweiz relevant sind», sagt der Ex-Spion des Inland-Geheimdienstes zu BLICK. Er sei bereit, diese Dick Marty weiterzugeben. Seine Bedingung: ein Treffen in einem Land seiner Wahl.
Aus seinem Versteck in Las Palmas erhob Claude Covassi schwere Vorwürfe an den Inland-Geheimdienst (im BLICK). Dieser nehme Folter von Verdächtigen in Drittländern in Kauf, zeige aber kein Interesse, gegen wirklich gefährliche Islamisten vorzugehen. Hals über Kopf verliess der Ex-Spitzel letzte Woche die kanarische Insel mit einem Schiff. Wohin bleibt sein Geheimnis.
Wann es zu einem Treffen mit Marty kommen soll, ist offen. Der Schweizer Ermittler fürs Europaparlament will dazu nichts sagen. Gegenüber BLICK betonte Claude Covassi: «Ich bin auch bereit, mein Wissen gegenüber den parlamentarischen Geheimdienst-Kontrolleuren mitzuteilen.» Die heisst bei uns Geschäftsprüfungsdelegation (GPdel) und ist in Sachen Geheimdienst bereits aktiv.
«Der Fall steht für unsere nächste Sitzung vom 29. März auf der Traktandenliste», sagt GPdel-Sekretär Philipp Schwab. BLICK will wissen, ob sie auf das Angebot von Claude Covassi eingehen. «Wir haben die Kompetenz, diese Person zu befragen. Zuerst werden wir aber beim Inland-Geheimdienst vorstellig werden», sagt Schwab.
Wenn der «Maulwurf» bei Marty und der GPdel noch mehr Internas und Details auspackt, wird es für den Inland-Geheimdienst ungemütlich. Dessen Ruf ist wegen der vielen Flops in der Vergangenheit bereits angeschlagen.
Beim letzten Kontakt mit BLICK warnte Claude Covassi: «Sollte man mich spurlos verschwinden lassen, habe ich vorgesorgt. Dann werden alle meine Informationen öffentlich.»
Aus seinem Versteck in Las Palmas erhob Claude Covassi schwere Vorwürfe an den Inland-Geheimdienst (im BLICK). Dieser nehme Folter von Verdächtigen in Drittländern in Kauf, zeige aber kein Interesse, gegen wirklich gefährliche Islamisten vorzugehen. Hals über Kopf verliess der Ex-Spitzel letzte Woche die kanarische Insel mit einem Schiff. Wohin bleibt sein Geheimnis.
Wann es zu einem Treffen mit Marty kommen soll, ist offen. Der Schweizer Ermittler fürs Europaparlament will dazu nichts sagen. Gegenüber BLICK betonte Claude Covassi: «Ich bin auch bereit, mein Wissen gegenüber den parlamentarischen Geheimdienst-Kontrolleuren mitzuteilen.» Die heisst bei uns Geschäftsprüfungsdelegation (GPdel) und ist in Sachen Geheimdienst bereits aktiv.
«Der Fall steht für unsere nächste Sitzung vom 29. März auf der Traktandenliste», sagt GPdel-Sekretär Philipp Schwab. BLICK will wissen, ob sie auf das Angebot von Claude Covassi eingehen. «Wir haben die Kompetenz, diese Person zu befragen. Zuerst werden wir aber beim Inland-Geheimdienst vorstellig werden», sagt Schwab.
Wenn der «Maulwurf» bei Marty und der GPdel noch mehr Internas und Details auspackt, wird es für den Inland-Geheimdienst ungemütlich. Dessen Ruf ist wegen der vielen Flops in der Vergangenheit bereits angeschlagen.
Beim letzten Kontakt mit BLICK warnte Claude Covassi: «Sollte man mich spurlos verschwinden lassen, habe ich vorgesorgt. Dann werden alle meine Informationen öffentlich.»
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