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Der Armeechef sagte gestern in der Sendung «Der Club», er wolle künftig Übungen, die nicht zur Kernaufgabe einer Kompanie gehörten, verbieten.
Nef appellierte zudem an das Mitdenken der Soldaten: Ein Soldat dürfe einen Befehl seines Vorgesetzten verweigern, wenn ihm eine Übung zu riskant erscheine. Es bestehe ein Recht auf körperliche Integrität. Er wolle keine Rambos in der Armee.
«Jetzt machen wir ein bissschen Militär»
Dass in der Armee ein grösserer Gruppendruck bestehe, der solche Zivilcourage behindere, verneinte Nef. Zivilcourage beginne in der Familie. Die Armee aber sei ein Abbild der Gesellschaft.
Nicht Stellung beziehen wollte Nef zur ausserdienstlichen Vereinigung «Swiss Army Group», der die Verunglückten angehörten und die vom verantwortlichen Kompaniekommandanten geleitet wird. Er kenne diese Gruppe nicht, sagte er.
Bei solchen ausserdienstlichen, paramilitärischen Vereinigungen handle es sich um private Vereine von Leuten, «die sagen: Jetzt machen wir ein bisschen Militär». Er habe aber keine Möglichkeiten, diese einzuschränken. «Dies ist ein Wildwuchs, der auch Ausdruck unserer Gesellschaft ist.» (SDA/num)
Armeechef Nef sagt, man dürfe einen Befehl auch verweigern. Würden Sie dies tun, wenn eine Übung zu riskant wäre? Wie würden Vorgesetzte wohl darauf reagieren? Schreiben Sie uns!
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Roland Nef will keine Rambos in der Armee. (Keystone)