Schweinegrippe Armee-Sanitäter sollens richten

  • Publiziert: 28.08.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Für den Fall einer Grippewelle im Herbst bietet die Armee zusätzliche Sanitäter auf. Eine Nationalratskommission will zudem ermöglichen, dass der Bund die Kosten einer Impfkampagne übernimmt.

Insbesondere im November fehlt der Armee ausgebildetes Sanitätspersonal, um eine allfällige grössere Ausbreitung der Schweinegrippe zu meistern. Dieser Tage werden deshalb Armeeangehörige aus Sanitäts- und Spitalformationen aufgeboten, die mit ihrer Dienstleistungspflicht im Rückstand sind.

Verstärkt werden diese Ad-hoc-Formationen durch Angehörige des Rotkreuzdienstes, wie das Verteidigungsdepartement VBS mitteilt. Zusätzlich könnten auch die Absolventen der zweiten Spital- und Sanitäts-Rekrutenschulen dazu beitragen, die Bereitschaft sicherzustellen.

Bund soll Impfkosten zahlen

Heute liess sich zudem die Gesundheitskommission (SGK) des Nationalrates vom Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, Thomas Zeltner, über die Schweinegrippe informieren. Mit 13 zu 11 Stimmen nahm sie in die dringliche KVG-Revision die Ermächtigung des Bundesrates auf, die Impfkosten bei einer Pandemie ganz oder teilweise dem Bund aufzubürden. (SDA/noo)

Schweinegrippe fordert über 2000 Todesopfer

GENF – Die Zahl der Schweinegrippe-Todesfälle hat weltweit die Zweitausender-Marke überschritten. Seit dem Ausbruch der Krankheit im April seien mindestens 2185 Menschen an einer Infektion mit dem Virus A/H1N1 gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Vor zehn Tagen hatte sie 1799 Todesfälle vermeldet.

Die meisten Todesfälle wurden gemäss WHO-Angaben auf dem amerikanischen Kontinent registriert, wo 1876 Menschen an der Schweinegrippe starben. In der Asien-Pazifik-Region gab es 203 Tote, in Europa 85, in Afrika elf und im Nahen Osten zehn.

Seit April wurden insgesamt 209438 bestätigte Infektionen aus 177 Ländern gemeldet. Die tatsächliche Zahl liege aber höher, so die WHO, da die Länder nicht mehr jede Neuinfektion melden müssten, sondern nur noch die schlimmsten Fälle.